Aktuelle Filme


Massive Talent
Um wenigstens halb so witzig zu sein, wie er seinen Machern vorkommt, fehlt Tom Gormicans filmischem Meta-Marathon vor allem an Distanz zu seinem dramaturgischen Epizentrum Nicolas Cage. Der ist omnipräsent in einem narzisstischen Mix aus Buddy-Movie und Action-Komödie: als Hauptdarsteller dieses und vergangener Filme, Hauptfigur und durch kuriose Memorabilien, die noch das Lustigste an der Selbstdarstellung im doppelten Sinne sind. So voll egozentrischer Euphorie wie es der abgehalfterte Hollywoodstar Nic Cage (Nicolas Cage) und sein steinreicher Superfan Javi (Pedro Pascal) beim Improvisieren des nächsten Nicolas-Cage-Hits sind, waren wohl auch der Regisseur und sein Co-Drehbuchschreiber Kevin Etten.
Von Lida Bach.


Glück auf einer Skala von 1 bis 10
Bedeutende Werke zu zitieren ist nicht das Gleiche, wie sie praktisch umzusetzen. Das gilt für Filme genauso wie für altväterliche Philosophen. Zweite sind in Form von Büchern, Bildern und vor allem Dialogen quasi omnipräsent in Alexandre Jolliens dreifachem Debüt als Drehbuchautor, Co-Regisseur und Hauptdarsteller eines hollywoodisierten Alter Egos. Der physisch gehandicapte Fahrradkurier Igor (Jollien) ähnelt durch seine Distanzlosigkeit und Übergriffigkeit, die als amüsante Herzlichkeit dargestellt werden, einer Manic Pixie Dream Version des Kino-Klischees behinderter Menschen. Dass Igors aufgezwungene Freundschaft Workaholic Louis (Bernard Campan) zu einem besseren, glücklicheren Menschen machen wird, stellt schon die Prämisse des derivativen Plots klar.
Von Lida Bach.


Alles ist gutgegangen
Bis der erlösende Titelsatz fällt, braucht es eine zermürbend lange Zeit. Nicht nur für die beiden Protagonistinnen, die ihrem Vater nach einem Schlaganfall qualvolles Siechtum ersparen wollen, sondern auch für das Publikum, das den hürdenvollen Weg zum Freitod Schritt für Schritt mitgehen muss. Diese mühsame Reise wäre nicht so frustrierend, hätte François Ozon ein dramatisches oder gesellschaftspolitisches Ziel vor Augen. Doch die auf den Memoiren der Schriftstellerin Emmanuèle Bernheim basierende Handlung generiert weder psychologisch noch gesellschaftlich, medizinisch oder sozialpolitisch ansatzweise Erkenntnisse. Diese dramatische Stagnation spiegelt die beschränkte Perspektive des Regisseurs auf die komplexen familiären, juristischen und ethischen Implikationen der kontroversen Thematik.
Von Lida Bach.


Morbius
Dürfte Marvels neuester Superheld den Camp der Comic-Vorlage ausleben, hätte Daniel Espinosas vampirisierte Superhelden-Action zumindest das Potenzial zu trashiger Unterhaltung. Doch Drehbuchautoren-Duo Roy Burk Sharpless und Matt Sazama meint es todernst mit seinem schwerfälligen Szenario, das in den peinlichsten Momenten einer familienfreundlicheren Fortsetzung ihrer ebenfalls von Bram Stokers Romanklassiker inspirierten Horror-Historie "Dracula Untold" gleicht. Erneut wird ein als charismatischer Schurke konzipierter Hauptcharakter zum dämonisierten Helden, dessen finsterste Facette ein Gothic-Outfit ist. Selbst mit CGI-Fledermaus-Fratze bleibt Dr. Michael Morbius (Jared Leto) so handzahm und die Kunstnacht-Kulisse so wenig unheimlich, wie es die Altersfreigabe diktiert.
Von Lida Bach.



Neue Rezensionen


Die Feuerzangenbowle (1944)
Die Filmzitate sind zum Volksgut geworden: "Pfeiffer mit drei f, eins vor dem ei, zwei hinter dem ei!" - "Jeder nor einen wänzigen Schlock!" - "Also, wat is en Dampfmaschin? Da stelle mer uns mal janz dumm." Der Titel rührt daher, dass einige zumeist ältere Herren um eine Feuerzangenbowle versammelt sind und sich Geschichten aus ihrer Schulzeit erzählen. Der junge Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer ist nach Meinung der Runde arm dran, weil er die schönste Zeit der Jugend verpasst hat: Von einem Hauslehrer erzogen, hat er nie eine Schule von innen gesehen. Und so entsteht die beschwipste Idee, Pfeiffer als Schüler zu "verkleiden" und auf eine richtige "Penne" in der kleinen Stadt Babenberg zu schicken. Dort spielt er den Lehrern herrliche Streiche. Seine Freundin Marion will ihn wieder nach Berlin holen, er aber hat sich inzwischen in Eva, die Tochter des Direktors, verliebt, die er am Ende auch "bekommt".
Von Manfred Lauffs.

Der Fall Collini
Als im Jahre 2011 das Buch "Der Fall Collini" von Ferdinand von Schirach erschien, schrieb die Brigitte begeistert: "Fesselnd wie ganz großes Kino". Klar, dass dieser Stoff geradezu nach Verfilmung schrie. Acht Jahre später war es soweit, "Der Fall Collini" wurde einer der erfolgreichsten deutschen Filme des Jahres 2019. 4,1 Millionen Zuschauer sahen "Der Fall Collini" am 2. August 2021, als er im Rahmen des ARD-Sommerkinos seine Free-TV-Premiere feierte. Im November 2021 war er zum zweiten Mal als einziger deutschsprachiger Film unter den globalen Top Ten der nicht-englischsprachigen Filme bei Netflix.
Publikumsliebling Elyas M'Barek ("Türkisch für Anfänger", "Fack ju Göhte") spielt intensiv und mit überzeugender Leidenschaft den jungen Anwalt Caspar Leinen, der einem Justizskandal auf die Spur kommt, nachdem die Titelfigur Fabizio Collini (Franco Nero) einen deutschen Industriellen erschossen hat.
Von Manfred Lauffs.

Gilda
Rita Hayworth galt in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als schönste und meistfotografierte Frau der Welt. Sie wirkte in sechzig Filmen mit. Während des Zweiten Weltkriegs hing ihr Bild in den Spinden von Tausenden von GIs. Die erste Atombombe, die zu "friedlichen" Zwecken über dem Bikini-Atoll abgeworfen wurde, taufte man 'Gilda' und klebte Ritas Pin-up-Foto darauf. Zwei von Hayworths fünf Ehemännern waren der als Playboy bekannte steinreiche Prinz Aly Khan sowie der Regisseur und Schauspieler Orson Welles. "Rita Hayworth hatte den wunderbarsten Gang, den ich je im Film gesehen habe", schrieb der Regisseur Rouben Mamoulian. "Die Kamera reagierte auf ihre Bewegungen wie auf Garbos Intelligenz und Chaplins Mimik."
Ihr größter Film war "Gilda", ein legendäres Leinwandepos, in dem sie allen Männern den Kopf verdreht und eine Hassliebe zu einem Glücksspieler entwickelt.
Von Manfred Lauffs.

G.I. Joe - Die Abrechnung
Ohne den Kassenerfolg der "Transformers"-Reihe von Michael Bay wäre "G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra" (USA 2009) wohl kaum ins Kino gekommen, denn wie die Autobots und Deceptions geht auch die hochtechnisierte Elitetruppe G.I. Joe auf Actionfiguren aus dem Hause Hasbro zurück. Nach Stephen Sommers ("Die Mumie") übernimmt beim Nachfolger Jon M. Chu die Regie, der bereits in "Step Up 2 the Streets" und "Step Up 3D" mit Choreographien zu tun hatte und damit die Kernkompetenz für eine Leinwand-Klopperei mitbringt. Dennis Quaid, Joseph Gordon-Levitt und Sienna Miller machen beim Sequel nicht mehr mit, dafür stoßen Dwayne Johnson und Bruce Willis zum Cast und unterstützen Channing Tatum - ansonsten bleibt alles beim Alten.
Der Oberbösewicht Zartan (Arnold Vosloo) infiltriert das Weiße Haus als Fake-Präsident und gibt das G.I. Joe-Team zum Abschuss frei.
Von Christian Horn.

Happy, Texas
Eine Verwechslungskomödie à la "Die Abenteuer des Rabbi Jacob" oder "Manche mögen's heiß" strebten die Macher von "Happy, Texas" an. Dies ist auf immerhin halber Strecke gelungen. So, wie Louis de Funès als rassistischer Katholik auf der Flucht die Rolle eines jüdischen Rabbiners, des genannten Rabbis Jacob, übernehmen muss, oder wie die Figuren von Tony Curtis und Jack Lemmon in "Manche mögen's heiß" auf der Flucht zu Frauen "konvertieren", so sind auch in diesem Film zwei Strafgefangene auf der Flucht, die bald für zwei schwule Kinderwettbewerb-Veranstalter gehalten werden. Sie übernehmen diese Rollen mit einigen Verwicklungen. Denn sie haben es auf das Geld der örtlichen Bank abgesehen, mitten im texanischen Niemandsland.
Regisseur und Co-Drehbuchautor Mark Illsley inszeniert seine Hauptdarsteller Steve Zahn und Jeremy Northam originell, wobei die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten: Zahn ist der rhetorisch unbegabte Hinterwäldler, Northam (britischer Schauspieler in amerikanischer Rolle) der eloquente Charmebolzen.
Von Michael Dlugosch.

Millionen
Eher lustlos spielt Torsten (Andreas Döhler) mit seinen Arbeitskollegen aus dem Büro regelmäßig Lotto. Eines Morgens erwartet den Büroangestellten aber eine gehörige Überraschung, als er den Jackpot in Höhe von 22 Millionen Euro knackt. Doch während ein solcher Geldsegen gemeinhin als Glücksfall gilt, ist der Familienvater vom neuen Reichtum völlig überfordert: Alle Welt erwartet einen großen Knall, doch Torsten will lieber, dass alles beim Alten bleibt.
In den ersten Filmminuten skizziert "Millionen" den von vielen Routinen geprägten Alltag seines Protagonisten mit wenigen Strichen und prägnanten Bildern. Der Lottogewinn ist in der Folge das Ereignis, das alles durcheinander wirbelt und Torsten einen ungewollten Neuanfang abnötigt. Ab diesem Moment handelt der formal schnörkellos und ansprechend umgesetzte Debütfilm von der gesellschaftlichen Allmacht des Geldes.
Von Christian Horn.

Cats
Da Hollywood die Drehbuch-Ideen ausgehen, schrie (oder miaute?) es nach einer Verfilmung des 1981 erstmals gespielten Musicals "Cats" von Andrew Lloyd Webber. Tom Hooper, für "The King's Speech - Die Rede des Königs" viel gerühmt, übernahm Co-Drehbuch und Regie. Und wurde für "Cats" viel geschmäht, die US-Filmkritik vernichtete den Film, der der wichtigste Abräumer bei den gefürchteten "Auszeichnungen" der Goldenen Himbeeren 2020 war, er wurde zum Flop an den Kinokassen. So miserabel ist "Cats" nicht, wenngleich er Fehler macht. Das Publikum möchte Kostüme sehen, Make-Up sehen - aber es sind CGI-Effekte. Das heißt, alle Mitwirkenden im Film wurden nachbearbeitet, hinterher am Computer in Kostüme gesteckt, alles bis auf die Gesichter ist ein Fake. Wer für den Film ins Kino geht, bezahlt die Katze im Sack. Aber: Tanzeinlagen sind perfekt durchchoreografiert, gesungen wird in der Original- wie in der deutschen Fassung sehr schön (Taylor Swift und Jason Derulo sind auch unter den "Katzen").
Von Michael Dlugosch.

Leave It on the Floor
Gewissermaßen ist "Leave It on the Floor" das fiktionale Gegenstück zum Dokumentarfilm "Paris Is Burning" aus dem Jahr 1990. Während Letzterer die New Yorker Ballroom-Szene in einem dokumentarischen Porträt thematisiert, nimmt das Kinodebüt von Sheldon Larry die Ballroom-Szene von Los Angeles als Setting für einen energiegeladenen und queeren Musical-Film. Im Vordergrund stehen dabei die regelmäßigen Tanz- und Gesangseinlagen zu Popmusik von Kimberly Burse und die zugehörigen Choreographien von Frank Gaston, beides Mitarbeiter aus dem Umfeld von Beyoncé.
Naturgemäß spielt die Geschichte um Brad (Ephraim Sykes) nur die zweite Geige. Der junge Afroamerikaner stempelt sich selbst zum Verlierertypen ab und fliegt wegen seiner Homosexualität aus dem mütterlichen Heim. Durch eine Bekanntschaft mit Carter (Andre Myers) und Princess Eminence (Phillip Evelyn) entdeckt Brad die Ballroom-Kultur und findet zwischen Ausgestoßenen, Drag Queens und Heimatlosen eine Ersatzfamilie, die sich um die taffe Queen Latina (Miss Barbie-Q) gruppiert hat.
Von Christian Horn.

Milarepa
Eigentlich ist Neten Chokling ein hoher buddhistischer Würdenträger, ein Rinpoche (bedeutet übersetzt "Lehrer"). Nun weitet der Mönch seinen religiösen Lehrauftrag auf das bewegte Bild aus und erzählt in seinem Regie-Debüt "Milarepa" einen alten Mythos, der im tibetischen Buddhismus von großer Bedeutung ist.
Im Grunde ist "Milarepa" nicht mehr als die einfache Bebilderung dieser in Tibet sehr berühmten Sage. Die dramaturgisch eindeutig konstruierte und klare Erzählhaltung erweist sich dabei als Vorteil des Films, die hölzerne, oft unbeholfene und daher ziemlich langweilige ästhetische Umsetzung relativiert diesen Eindruck jedoch schnell: Um welche filmische Ausdrucksmöglichkeit es sich auch handelt, Neten Chokling bringt sie allenfalls zu Schulbuch-mäßiger Anwendung. Vor allem das dröge Schauspiel steht einer ungestörten Rezeption entschieden im Weg, da die zumeist von schwerfällig agierenden Laien gespielten Figuren keinerlei emotionale Teilhabe zulassen.
Von Christian Horn.

Nevrland
Orientierungslos am Ende der Jugend, unerfahren im Küssen, im Sex - dies gilt für den 17-jährigen Jakob (Simon Frühwirth). Fleischeslust? Er muss sich zunächst um eine andere Art von Fleisch kümmern, er erhält durch seinen Vater (Josef Hader) einen Job im Schlachthof. Jakob muss Schweinehälften waschen. Des Nachts geht er auf Porno- und Schwulen-Community-Seiten. Bis ihm Angstattacken zusetzen.
Regisseur und Drehbuchautor Gregor Schmidinger kann in seinem Langfilmdebüt diese Ängste, unter denen er selber litt, nicht gut vermitteln, sie bleiben eine Behauptung. Aber den Drogentrip, den Jakob durchmachen wird gemischt mit psychisch bedingten Wahnvorstellungen, den stellt Schmidinger prächtig dar. Dann entfaltet "Nevrland" eine ungeheure Sogwirkung. Jakobs Weg durch seine Seele wird dann zu einem visuellen Rausch, dem sich das Kinopublikum nicht entziehen kann.
Von Michael Dlugosch.

Pandorum
Zwei Astronauten erwachen aus dem Hyperschlaf. Sie befinden sich an Bord eines riesigen Raumschiffs, ohne jedwede Erinnerung: Wie lange die beiden Männer im Tiefschlaf waren und wo sie sind, wissen sie nicht. Was an Bord passiert ist, wissen sie ebenfalls nicht. Und welchen Auftrag sie erfüllen sollten, ist ihnen schleierhaft. Da der Durchgang zur Brücke verschlossen ist, bricht einer der beiden (Ben Foster) ins Schiffsinnere auf und bleibt mit seinem Kollegen (Dennis Quaid) per Funk in Kontakt. Recht bald wird klar, dass die beiden nicht alleine sind...
Keine Frage: Die Ausgangssituation von "Pandorum" ist überaus vielversprechend. Und auch die Grundidee der weiteren Story kann in weiten Teilen überzeugen: An Bord des Raumfrachters leben verstreute Überlebende in brutaler Anarchie, während sie einer ständigen Bedrohung durch aggressive Mutanten ausgesetzt sind - ein wahrer Science-Fiction-Alptraum, dessen Hintergründe lange ungeklärt bleiben.
Von Christian Horn.

Stalag 17
Der renommierte Komödien-Regisseur Billy Wilder ("Manche mögen's heiß") drehte 1953, acht Jahre nach dem Ende Hitlers, diesen ernsteren Spielfilm. Es ist 1944, alliierte Kriegsgefangene sind auf deutschem Boden in einem Lager untergebracht. In einer der Baracken gerät der alles zynisch kommentierende Lieutenant Sefton (William Holden) in Verdacht, Nazi-Spion zu sein, und muss versuchen, den tatsächlichen Maulwurf unter den anderen zu finden; wissen doch die Wächter von Fluchtplänen, und der Verräter steckt weitere Geheimnisse den Deutschen zu.
Atmosphärisch dicht und inszenatorisch sehr gelungen ist "Stalag 17", Wilders Film basierend auf einem Theaterstück (was man anhand der Kammerspiel-Dramaturgie merkt) hat nur ein Manko: Er baut Slapstick-Einlagen zur Auflockerung und Unterhaltung ein, die das ansonsten intelligente Psychogramm Inhaftierter stören: Was empfinden die bunt zusammengewürfelten Nazi-Gegner in ihrer Haft seelisch (ein Gefangener ist psychisch krank), wie kommen sie untereinander klar, "Big Brother" lässt grüßen.
Von Michael Dlugosch.

Das fliegende Klassenzimmer (1954)
In dem nach seinem berühmten Jugendbuch gedrehten Schwarz-Weiß-Film berichtet Erich Kästner vom Alltag in einem Internat kurz vor den Weihnachtsferien. Im Mittelpunkt steht das Theaterstück "Das fliegende Klassenzimmer", das der Tertianer Johnny verfasst hat. In dieser Utopie wird der "Schulbetrieb der Zukunft" gezeigt. Ein Lehrer fliegt mit seiner Klasse los, um in verschiedenen Ländern den Erdkundeunterricht direkt vor Ort abzuhalten: "Der Unterricht wird zum Lokaltermin!" (Heute spricht man von "außerschulischen Lernorten".) Nebenbei läuft der normale Schulbetrieb weiter. Jeder der Schüler hat seine kleinen Sorgen und Probleme. Johnny, der "Dichter", ist von seinen Eltern als Kind verlassen worden. Sein Freund Martin, der Klassenprimus, fürchtet, über Weihnachten allein im Internat bleiben zu müssen, weil seine Eltern die Fahrkarte nicht bezahlen können. Der dicke Matz hat ständig Appetit und ist kein guter Schüler, zeigt aber immer gute Laune. Er siegt im Zweikampf nach einer Schneeballschlacht gegen die Realschüler.
Von Manfred Lauffs.

In the Mood for Love
Der renommierte Regisseur Stanley Kubrick sagte einst: "Ein Film ist - oder sollte - eher Musik als Fiktion sein. Es sollte ein Fortschreiten von Stimmungen und Gefühlen sein. Das Thema, was hinter der Emotion steckt, die Bedeutung, alles was danach kommt." In diesem Sinne ist "In the Mood for Love" keine schlichte Liebesgeschichte, es ist mit all seiner Beschaffenheit die Hymne der Liebe. Wong Kar-Wai gibt uns kein prosaisches Narrativ, er reimt jedes Bild aneinander und kreiert so die Poesie im Film.
Die Handlung ist einfach: Zwei Ehepaare, Familie Chow und Familie Chan, ziehen am selben Tag in dasselbe Gebäude ein. In Kürze beginnen Mrs. Chow und Mr. Chan eine Affäre. Nachdem die Partner dies bemerken, teilen Mrs. Chan und Mr. Chow den Kummer des Betrugs und versuchen durch Rollenspiele die Situation nachzuvollziehen.
Von Hüsna Yildiz.

 



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Zitat

"Alle Kinder lächeln über die Ansichten ihrer Eltern - bis sie selbst Eltern geworden sind."

Schauspielerin Liselotte Pulver

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