Aktuelle Filme


CobainCobain
Nach einem berühmten Selbstmörder benannt zu sein, gefällt ihm nicht, sagt Cobain (Bas Keizer) mal im Film, der den Namen des Jungen als Titel trägt. Cobain ist gerade mal 15 Jahre alt, wirkt aber erwachsener als seine Mutter Mia (Naomi Velissariou), die als Prostituierte und Junkie viel hinter sich hat. Viel, das sich auf ihren Sohn auswirkt; beide stecken im Sumpf fest, wenngleich Cobain nicht drogenabhängig ist. Mia ist schwanger, was sie nicht davon abhält, weiterhin Drogen und Alkohol zu konsumieren. Der Junge wird den Entschluss fassen, sie davon abzubringen.
"Cobain" ist ein lupenreines Sozialdrama, das sehr literarisch daherkommt, es könnte auch als Novelle niedergeschrieben sein. Nicht alles funktioniert im Film: Die manchmal zu dünne Handlung kommt erst gegen Ende des Films in Fahrt, wenn Cobain um Mia und um das Leben des ungeborenen Kindes kämpft.
Von Michael Dlugosch.
Foto: Victor Arnolds



Special: Fantasy Filmfest 2018


Mandy (2018)Mandy (2018)
In seinem zweiten Spielfilm versucht Panos Cosmatos alles, um dem Publikum eine filmische Vision seelischer Abgründe zu eröffnen. Die erschreckendste Manifestation irdischen Grauens, die sein psychedelischer Trash-Horror zustande bringt, ist ein mit gelbem Plüsch bezogener Klodeckel. Dessen Eigentümer Red Miller (Nicolas Cage) trinkt verständlicherweise medizinischen Alkohol direkt aus der Flasche. Doch kein Fusel ist so stark wie der Schmerz des harten Holzfällers über den Mord an seiner Liebsten Mandy. Red sieht Rot und beschreitet den blutigen Pfad der Rache.
Die gilt dem perversen Sektenführer Jeremy und dessen fanatischen Anhängern. Ein Mann gegen alle! Alle sind zwar nur fünf Leute, darunter eine Oma und ein apathisches Mädchen, was die Gegner auf drei reduziert, aber hey, besser als nichts. Ein King-Crimson-farbener Mond hebt sich über die Shadow Mountains des Jahres 1983, während Jóhann Jóhannssons synthesizerlastiger Soundtrack die (alb)traumartige Szenerie in unheilschwangere Schwermut tränkt.
Von Lida Bach.
deutscher Kinostart: 1. November 2018
Foto: Koch Films



Aktuelle Filme (Fortsetzung)


Christopher RobinChristopher Robin
Manche Geschichten werden niemals alt - weil sie es schon immer waren. Eines dieser von Grund auf altbackenen Märchen ist A. A. Milnes Kinderbuchreihe, die Walt Disney zahlreiche zuverlässige Kinoerfolge bescherte. Mit Blick auf die kolossalen Einnahmen von "Paddington" und "Paddington 2", beschloss das Studio, die Kasse nochmal mächtig klingeln zu lassen, bevor knuffelige Bären wieder out sind. Dass der echte Christopher Robin Milne, der Sohn des Autors, die Vermarktung der Buchfiguren ablehnte, hinderte Marc Foster nicht daran, neben den prominenten Plüschtieren ihn selbst zum Objekt eines moralinsauren 3D-Vehikels zu machen.
Der ungelenk zwischen Zuckerschock und Düsterkeit stolpernde Familienfilm lief vermutlich zeitgleich vom Fließband wie die Steiff-Sonderedition von Winnie the Pooh, Tigger, Eeyore, Piglet, Owl und den übrigen Stofftier-Gefährten Christopher Robins Leinwand-Pendants (Ewan McGregor).
Von Lida Bach.
Foto: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany


Finsteres GlückFinsteres Glück
Zwei Jahre brauchte die Schweizer Literaturverfilmung "Finsteres Glück", bis sie den Weg in die deutschen Kinos fand. Eng an Lukas Hartmanns gleichnamigen Roman (2010) lehnt der Schweizer Regisseur Stefan Haupt seinen zwölften Film an (nach u.a. "Elisabeth Kübler-Ross - Dem Tod ins Gesicht sehen" 2002 und "Der Kreis" 2014). In ihm sind Realismus und Spiritualität vermengt.
Sonnenfinsternisse bringen Unheil, sprachen die Leute im Mittelalter, und in Roman und Film ist es wirklich so: Ein Junge überlebt als Einziger seiner Familie einen Autounfall. Yves, acht (Noé Ricklin), war auf dem Rückweg aus dem Elsass in die Schweiz, als die Eltern und Geschwister sterben. Im Krankenhaus kümmert sich die Psychologin Eliane Hess (Eleni Haupt, die Frau des Regisseurs) um ihn. Wegen Yves trennt sie bald Arbeit und Privates nicht mehr.
Als Charakterstudie funktioniert der Film, als Film mit mystischen Einsprengseln nicht.
Von Michael Dlugosch.
Foto: W-film / Aliocha Merker


LandrauschenLandrauschen
Statt Weltstadt nun wieder Landidylle. Statt Berlin wieder Bubenhausen bei Neu-Ulm. Antonie, gerufen Toni ist zurück in der Heimat und kommt erneut bei den Eltern unter, weil sie pleite ist, die Großstadt Geld kostete. Zwei Hochschulabschlüsse hat die junge Frau in der Tasche, aber keinen Job. Anstelle fester Arbeit in einer Ulmer Zeitungsredaktion erhält sie einen Praktikumsplatz. Zu ihrem Glück trifft sie die lebensfrohe, lesbische Rosa. Als sie sich ineinander verlieben, entstehen Konflikte, da die Landbevölkerung nicht weltoffen ist.
"Landrauschen" gewann u.a. den Hauptpreis sowie den Drehbuchpreis des 39. Filmfestivals Max Ophüls Preis 2018 in Saarbrücken. Der Film von Regisseurin Lisa Miller, der nach zwei Kurzfilmen deren Spielfilmdebüt ist, setzt auf Laiendarsteller, was manchmal nicht funktioniert, doch Nadine Sauter als Rosa - mehr noch als die von Kathrin Wolf dargestellte Toni - reißt "Landrauschen" aus dem Mittelmaß heraus, ihr Spiel als heimliche Heldin des Films ist eine Wucht.
Von Michael Dlugosch.
39. Filmfestival Max Ophüls Preis 2018: Wettbewerbsfilm, u.a. Gewinner des Hauptpreises und des Fritz-Raff-Drehbuchpreises
Foto: Arsenal Filmverleih


Sicario 2Sicario 2
Islamistische Terroristen schmuggeln sich in Stefano Sollimas aalglatter Inszenierung mit Hilfe mexikanischer Schlepper über die texanische Grenze, um mit einem "Allahu akbar!" blonde US-Mamis mit ihren blonden Töchtern beim Süßigkeiten-Shopping in die Luft zu jagen. Afrikanische Piraten, skrupellose Helfershelfer des IS, wiegen sich gegenüber der US-Autorität in Sicherheit: "Ihr seid Amerikaner, ihr habt zu viele Gesetze." Menschenrechte, Verfassung, der letzte Funken Ethik - alles Knüppel, die ein "Feigling von Verteidigungsminister" (James Riley, gespielt von Matthew Modine) den knallharten Kämpfern an der final frontier zum Drogenkriminalitätsmenschenschmuggelislamismusterror in den Weg geworfen hat.
Zum Glück treiben der bedrohliche Soundtrack, düstere Kamerafahrten und brodelndes Testosteron Einzelkämpfer Alejandro (Benicio Del Toro) und dessen Partner Agent Graver (Josh Brolin) dazu, den Bösen eben diese Knüppel um die Ohren zu hauen. Mord, Korruption, Verschleppung und Folter sind da legitime Routinemittel.
Von Lida Bach.
Foto: Studiocanal GmbH / Richard Foreman, Jr.


Candelaria - Ein kubanischer SommerCandelaria - Ein kubanischer Sommer
Kuba in der Zeit nach dem Fall der Sowjetunion in den 1990er-Jahren: Die Menschen hungern, denn das Land leidet unter einer Handelsblockade. Ein altes kubanisches Ehepaar stellt der kolumbianische Regisseur Jhonny Hendrix Hinestroza in den Mittelpunkt seines Films. Die beiden (Verónica Lynn, Alden Knight) leben miteinander mehr aus Gewohnheit denn aus Liebe. Hier wird der Film fast dokumentarisch: Gut stellt der Film dar, wie das Paar die Tage in Streit und Abhängigkeit voneinander verbringt, wie es den Alltag mit Arbeit und abendlichem Beieinandersein vollzieht. Dann findet die Frau eine Videokamera, die sie nachhause mitnimmt. Die Liebe blüht neu auf. Was über Umwege anderen Leuten nicht verborgen bleibt: Ihre Filmchen inklusive Sex im Alter verkaufen sich gut.
"Candelaria" ist eine kleine, aber internationale Produktion und ein sehenswerter, aber nicht der beste Arthouse-Film, da ihn viele Mängel bestimmen.
Von Michael Dlugosch.
Foto: DCM


Reise nach Jerusalem (2018)Reise nach Jerusalem (2018)
Alice (Eva Löbau), 39 Jahre alt, findet keinen Job mehr und ist Single. Das Leben geht an der jungen Frau vorbei. Wie im beliebten, titelgebenden Spiel für Kinder und Erwachsene, "Reise nach Jerusalem", muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, sonst bleibt kein Stuhl übrig. Alice hat den Anschluss verpasst, die Arbeitsagentur schickt sie bürokratisch in unnötige, quälende Bewerbungstrainings, anstatt zu helfen. Schlimmer geht’s nimmer? Nicht für Alice.
Und nicht für den Zuschauer. In Regisseurin Lucia Chiarlas Spielfilmdebüt sind Alices Qualen auch Qualen für diesen: Der Film hat den Nachteil, dass er sich nie weiterentwickelt, erst am Schluss des Films greift die Filmheldin durch, flüchtet aus der Misere, auch wenn diese damit nicht endet, aber für sie wie für den Zuschauer ist die Flucht eine Katharsis. Zuvor bemüht Chiarla Realismus, aber dabei zu viel des Guten. Der Film dreht sich wie die "Reise nach Jerusalem"-Spieler lange im Kreis.
Von Michael Dlugosch.
deutscher Kinostart: 15. November 2018
39. Filmfestival Max Ophüls Preis 2018: Wettbewerbsfilm
Foto: Kess Film



Dossier


Das US-Horrorkino der 1970er & ich
Der moderne US-amerikanische Horrorfilm der 1970er-Jahre wird von Autor Christian Horn als subjektiver Abriss ohne Vollständigkeit untersucht. Hier geht es um das spezifisch Neue an diesem Genre, das in schmierigen Bahnhofskinos lief, wo Zombies, Irre und Kannibalen ihr stilprägendes Unwesen trieben.
Von Christian Horn.


Neue Rezensionen


The Avengers
Die beiden "Iron Man"-Filme, "Der unglaubliche Hulk", "Thor" und "Captain America" klärten die Vorgeschichte der wesentlichen Helden des Marvel-Superheldenteams "The Avengers" bereits in eigenen Filmen. Begleitet von einer immensen Werbekampagne rollt der Blockbuster "The Avengers", der die Helden in einem Film vereint, nun seit geraumer Zeit heran. Dass zahlreiche Fans der Sechzigerjahre-Comicserie und gegenwärtiger Comicverfilmungen die Großproduktion heiß erwarten, verwundert wenig, denn wenn es schon in den bisherigen Filmen ordentlich krachte, wie muss es dann erst scheppern, wenn alle diese überlebensgroßen Superhelden und dazu noch die Marvel-Figuren Hawkeye, Black Widow und Agent Phil Coulson gemeinsam in einer 220 Millionen Dollar schweren Riesenproduktion auftreten?
Tatsächlich erfüllt "The Avengers" von Regisseur Joss Whedon ("Buffy - Im Bann der Dämonen") die hohen Erwartungen, die in punkto Action und Spezialeffekte an ihn gestellt werden: Bereits am Anfang legt eine riesige Explosion einen kompletten Gebäudekomplex samt Umland in Schutt und Asche.
Von Christian Horn.

The Deep
Die Isländer nennen ihn den Seehundmann. Besonders für die Bewohner der Westmännerinseln ist der Fischer Gulli (im Film: Ólafur Darri Ólafsson) eine Art Nationalheld, und seine Geschichte ein moderner Mythos. Im Jahr 1984 kentert Gulli mit fünf anderen Seemännern in den eisigen Fluten des Nordatlantik. Die rettende Küste liegt einige Kilometer entfernt in ungewisser Himmelsrichtung. Während die übrigen Besatzungsmitglieder schon nach kurzer Zeit im eiskalten Wasser erfrieren, schwimmt Gulli etwa sechs Stunden durch den Atlantik, bis er völlig entkräftet das Ufer erreicht und sich über scharfkantiges Vulkangestein seiner Rettung entgegen schleppt.
Dem isländischen Regisseur Baltasar Kormákur ("101 Reykjavik") dient diese wahre Begebenheit nun als Stoff für sein Drama "The Deep", das mehr als den reinen Überlebenskampf Gullis schildert. Nach einer effizienten Einführung in das raue Milieu der Westmännerinseln und einer Charakterisierung der Figuren, bildet das eigentliche Überlebensdrama im Atlantik nur das zweite Drittel der Erzählung.
Von Christian Horn.

The Guard - Ein Ire sieht schwarz
Die raue Küstenlandschaft Westirlands liefert die perfekte Kulisse für die schwarze Thrillerkomödie "The Guard" und genau das richtige Setting für eine Figur wie den von Brendan Gleeson verkörperten Sergeant Gerry Boyle. So mürrisch wie die Landschaft selbst poltert Boyle durch den Film, schert sich einen Dreck um political correctness und folgt seinem kantigen Ehrenkodex. Als dieser harte irische Brocken gemeinsam mit dem frisch aus der Stadt angereisten FBI-Agenten Everett (Don Cheadle) ein mit Kokain beladenes Schiff ausfindig machen soll, gibt sich der Dorfpolizist entsprechend unkooperativ. Anstatt Everett hilfreich zur Seite zu stehen und ihm die Kontaktaufnahme mit der ebenso kernigen Bevölkerung zu erleichtern, diskriminiert er den ungewollten Kollegen lieber wegen seiner Hautfarbe und stößt ihn mit allerlei anderen Regelverstößen vor den Kopf. Regisseur und Drehbuchautor John Michael McDonagh macht aus dieser ungleichen Konstellation eine unaufdringliche Komödie, die ihren Charme aus schwarzhumorigen Normabweichungen und punktgenauem Dialogwitz bezieht.
Von Christian Horn.

The Liverpool Goalie
Zunächst ist "The Liverpool Goalie" von Arild Andresen so etwas wie eine romantische Komödie für jüngere Kinogänger/innen: Der 13-jährige Jo verguckt sich in seine neue Mitschülerin Mari, weiß aber nicht so recht, wie er das Herz der Wunschdame erringen kann. Ein Plan ist bald gefasst: Jo will die seltene Fußball-Sammelkarte des Torwarts von Liverpool in Besitz nehmen, um mehr Ansehen in der Schulklasse und Maris Herz zu gewinnen. Denn wo soll die Coolness sonst herkommen, wenn man nicht gut Fußball spielt und für stärkere Raufbolde die Hausaufgaben machen muss?
In seinem Kinodebüt zelebriert der norwegische Filmemacher Arild Andresen die Zeit der Pubertät und die damit einhergehende erste größere Selbstfindung auf überaus smarte Weise, mit etlichen schönen Ideen und einem guten Schuss Selbstironie.
Wie jeder starke Kinderfilm verbreitet auch "The Liverpool Goalie" sein Charisma mühelos über Altersgrenzen hinweg.
Von Christian Horn.

Martha
Regisseur Rainer Werner Fassbinder hat die #MeToo-Debatte der Jahre 2017 und 2018 nicht mehr erlebt; er starb 1982. Und doch ist sein Fernsehfilm aus dem Jahr 1974 eine Bestandsaufnahme des Verhältnisses zwischen Mann und Frau, wie sie 2018 aktueller nicht sein könnte. Fassbinder wirft einen zynischen Blick auf die Ehe, die vorschnell geschlossen wird, ja auf die Ehe schlechthin. Eine Frau, Martha (Margit Carstensen) lernt einen Mann, Helmut (Karlheinz Böhm) kennen. Sie heiraten. Marthas Mutter ist gegen die Ehe, ohne Gründe zu nennen. Sie wird recht behalten.
Ist der Film anfangs sehr statisch (typisch für Fassbinder, die Schauspieler starr stehen zu lassen), entwickelt er sich in seinem Sarkasmus hervorragend: Der Mann schlägt die Frau nie, brutal ist er psychisch, körperlich auch, aber nur, wenn er Umarmungen will und Knutschflecke erzeugt. Die Frau kann dem nichts entgegensetzen.
Von Michael Dlugosch.

Paris kann warten
Es ist nicht besonders schwer, diesen Film zu verreißen. Wie es zum Beispiel in der WELT geschah: Das "Roadmovie" sieht dann aus wie "ein Reiseprospekt", es gibt "Gelaber über die alten Römer", die Hauptperson Jacques ist "ein selbstgefälliger Chauvinist", der sich mit einer "nuttigen Museumsdirektorin" einlässt, der Film ist "Quark", es "stimmt nichts", und die Rezensentin fragt sich, "warum Mr. Coppola seine Mrs. Coppola nicht davon abgehalten hat, so einen Schmonzes abzuliefern." Eleanor Coppola, 80 Jahre alt, ist die Regisseurin des Films "Paris kann warten". Sie hat unter anderem eine großartige Dokumentation über die Dreharbeiten von "Apocalypse Now" ihres Mannes Francis Ford Coppola produziert. "Paris kann warten" ist ihr erster Spielfilm.
Man kann es aber auch anders sehen. Man kann sagen, dass dies einfach ein Film ist, der einem anderthalb heitere und unbeschwerte Unterhaltungsstunden schenkt, besonders wenn man Frankreich liebt, und wer tut das nicht?
Von Manfred Lauffs.

Swans - Hunger nach Leben
Das Beste an der deutsch-portugiesischen Koproduktion "Swans" sind die konzentrierten Bilder von Kameramann Reinhold Vorschneider, der bei den meisten Filmen der sogenannten Berliner Schule (zuletzt bei "Der Räuber", "Im Schatten" und "Dreileben") hinter der Kamera stand und die Ästhetik des jungen deutschen Independent-Kinos somit maßgeblich mitgeprägt hat. Da der portugiesische Regisseur und Drehbuchautor Hugo Vieira da Silva seinem im Forum der Berlinale aufgeführten Drama ansonsten kein nennenswertes Profil verleihen kann, bleibt "Swans" am Ende eine arg durchschnittliche und allzu offensichtlich um ihren Kunstcharakter bemühte Arthouse-Produktion.
Gemeinsam mit seinem jugendlichen Sohn Manuel (Kai Hillebrand) reist Tarso (Ralph Herforth) nach Berlin, um seine im Koma liegende Exfrau, die Mutter Manuels, zu besuchen. Der Sohn hat die Mutter zuletzt als Kind gesehen und ist vom Anblick des reglosen Körpers im Krankenhausbett verständlicherweise irritiert.
Von Christian Horn.

Transnationalmannschaft
Multikulti ist gescheitert und "Deutschland schafft sich ab" - bei Kerner, Maischberger und Co. reden sich die Experten die Köpfe darüber heiß. Doch mitten in Mannheim nimmt der vormalige Ethnologie-Student Philipp Kohl eine andere Sichtweise ein: Abseits von grauen Zahlen und Spitzengremien begibt sich der junge Regisseur mit seiner Kamera vor die eigene Haustür, um dem ganz alltäglichen Stand der Integration im vibrierenden Migranten- und Arbeiterviertel Jungbusch nachzuspüren. Dass "Transnationalmannschaft" während der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika - also inmitten einer deutschlandweiten Euphorie - entstanden ist und daher nicht unbedingt ein allgemeingültiges Stimmungsbild zeichnet, reflektiert die Doku indes nicht. Kohls Film ist daher weniger eine objektive Bestandsaufnahme, als vielmehr ein subjektiver Blick auf das Zusammenleben von Deutschen und Ausländern im Jungbusch.
Zahlreiche der Jungbusch-Anwohner aus aller Herren Länder sprechen über ihre Erfahrungen mit Integration, wobei die multiethnische Aufstellung der deutschen Nationalelf wiederholt als Gesprächseinstieg dient.
Von Christian Horn.

Unser Paradies
Vassili (Stéphane Rideau) arbeitet bereits seit einigen Jahren als Stricher in Paris. Mit den Jahren fällt ihm die Kundensuche immer schwerer, da jüngere Männer auf dem Markt vielfach beliebter sind: "Als Schwuler musst du dein Leben in Hundejahren rechnen - mit dreißig ist alles vorbei" lautet die pessimistische Bilanz Vassilis, dessen Wut über die Freier (und wohl auch seine eigene Lebenssituation) in gewalttätigen Aktionen bis hin zum mehrfachen Mord ans Tageslicht tritt. Als er einen zusammengeschlagenen jungen Mann (Dimitri Durdaine) am Straßenrand findet, scheint sich das Blatt zum Guten zu wenden. Vassili tauft seinen neuen Begleiter auf den Namen Angelo, weil er ihm wie ein Engel vorkommt, und beide sehen im jeweils anderen eine Chance auf ein besseres Leben. Eine zeitlang arbeiten Vassili und Angelo gemeinsam als Callboys, doch schließlich suchen sie ihr Glück außerhalb von Paris und flüchten zu einer Bekannten aufs Land.
Von Christian Horn.

Unter Strom
Ein frisch des Mordes verurteilter Unschuldiger (Hanno Koffler) tritt mit einem zerstrittenen Ex-Ehepaar als Geisel die Flucht an, sammelt unterwegs einen konservativen Politiker ein, den er hinter dem Komplott gegen ihn vermutet, und verschanzt sich recht planlos in einem Landhaus. Dorthin bestellt er seine Frau und seinen besten Kumpel, die insgeheim ein Verhältnis haben; auch die Polizei lässt nicht lange auf sich warten und Ruck-Zuck ist das so hektische wie geschwätzige Chaos perfekt - "Unter Strom", das Kinodebüt von Zoltan Paul, will eine waschechte Screwball-Comedy sein.
Eine ebensolche zeichnet sich der Definition auf 35millimeter.de zufolge durch eine "temporeiche und pointierte Dialogform" und ein daraus resultierendes "rasches Wechselspiel von Aktion und Reaktion" aus. Wenngleich Zoltan Paul bei diesem Vorhaben von einer neunköpfigen Truppe begabter deutscher Theater-, Fernseh- und Kinodarsteller unterstützt wird, erschöpft sich die an sich vielversprechende Ausgangslage größtenteils in müder Belanglosigkeit.
Von Christian Horn.

Der Untertan
Nach oben buckeln, nach unten treten - diese Redewendung ist allgemein bekannt, aber nirgendwo in Literatur und Film ist sie deutlicher wortwörtlich zu nehmen, als im Roman "Der Untertan" von Heinrich Mann (1914) und dessen Verfilmung 1951 von Wolfgang Staudte ("Rosen für den Staatsanwalt"). Der westdeutsche Regisseur drehte in der DDR, was zum langjährigen Verbot des Films in der Bundesrepublik führen sollte. Bis sich liberale Kreise gegen konservativ Denkende durchsetzten; nach heftigen Protesten wurde dem Film Ende der 1950er-Jahre doch noch das Prädikat "besonders wertvoll" zugesprochen. Die Konservativen stießen sich an der Kritik des Films an Obrigkeiten: für Staudte führte die Kaiserzeit zum Faschismus. Das Filmende weicht leicht vom Romanende ab, eine Bildmontage, die von der im Gewitter endenden Einweihung eines Kaiserstandbilds zu Weltkriegszerstörungen wechselt, zeigt dem Zuschauer auf, was auf den ultrakonservativen Wahn folgte.
Von Michael Dlugosch.

Verrückt nach Dir
Von wegen früher war alles besser! Stichwort Fernbeziehung. Früher konnten zwei Liebende eine große räumliche Distanz mit Briefen überbrücken oder mit teuren Telefonaten. Heute gibt es da viele andere Möglichkeiten. Nicht nur, dass Flüge weitaus erschwinglicher sind: E-Mails erreichen das Gegenüber ohne Verzögerung, Skype ist kostenlos, selbst eine SMS findet den Weg über Ozeane und Bildtelefonate gibt es auch. Eine leibhaftige Begegnung können diese technischen Neuerungen freilich dennoch nicht ersetzen und so ist eine Fernbeziehung heute zwar leichter organisierbar, nichtsdestotrotz aber immer noch problematisch. In der romantischen Komödie "Verrückt nach Dir" (OT: "Going the Distance") entwirft die bisher als Dokumentarfilmerin erfolgreiche Regisseurin Nanette Burstein eine solche moderne Fernbeziehung und interessiert sich vor allem für die Basis einer jeden Beziehung - die Kommunikation.
In einer New Yorker Bar treffen sie vor einem Spielautomaten aufeinander: Garrett (Justin Long), der gerade eine Beziehung hinter sich hat, und Erin (Drew Barrymore), die in sechs Wochen ins knapp 3000 Meilen entfernte San Francisco zurückkehren muss.
Von Christian Horn.

Vielleicht lieber morgen
Für die Kinoadaption seines Jugendromans "The Perks of Being a Wallflower" hat der Autor Stephen Chbosky nicht nur das Drehbuch verfasst, sondern auch die Regie übernommen. Dementsprechend vorlagentreu ist der hierzulande mit "Vielleicht lieber morgen" betitelte Independentfilm, der in bester Coming-of-Age-Manier und mit einer guten Portion Charme von den Nöten eines Heranwachsenden erzählt.
Wie der Roman nimmt auch die Verfilmung die Perspektive des verschlossenen und psychisch labilen Einzelgängers Charlie (Logan Lerman) ein. Charlie, der sich für Literatur interessiert und gerne Schriftsteller wäre, erlebt einen schwierigen Start an der neuen Schule und stößt im sozialen Umfeld auf wenig Gegenliebe. Als der Jugendliche Patrick (Ezra Miller) und Sam (Emma Watson) aus der Oberstufe kennenlernt, eröffnet sich eine neue Welt und Charlie stößt zu einer Gruppe von Sonderlingen und Mauerblümchen, bei denen er sich bestens aufgehoben fühlt.
Von Christian Horn.

Vollmondnächte
Regisseur Eric Rohmer ("Pauline am Strand" (1983), "Sommer" (1996)), verstorben 2010, ist bekannt für seine intelligenten, intellektuellen Beziehungsdramen. Auch dieser Film von 1984 untersucht sehr klug die Zweisamkeiten, die zu Einsamkeiten werden, weil Partner sich entfremden. In "Vollmondnächte" fühlt sich die junge Louise in einer Vorstadt eingesperrt, in der ihr Lebensgefährte Rémi (Tchéky Karyo) lieber leben will, und bezieht eine Zweitwohnung in Paris, mitten im Trubel der Weltstadt. Es geht nicht gut aus, beide geraten wegen der Entfernung in Streits und driften auseinander. Am Ende geht Louise fremd, will aber zu Rémi zurück - doch der hat eine neue Partnerschaft.
"Vollmondnächte" lief im Wettbewerb der Filmfestspiele Venedig 1984. Hauptdarstellerin Pascale Ogier, Tochter der französischen Schauspielerin Bulle Ogier, wurde dort wegen ihrer sehr guten Leistung als Beste Darstellerin geehrt. Ihren größten Triumph konnte die 26-Jährige nicht lange auskosten: Sie starb wenige Wochen später, offiziell an einem Herzstillstand.
Von Michael Dlugosch.

Von der Kunst, sich durchzumogeln
Der 17-jährige George (Freddie Highmore) kritzelt lieber ins Schulheft, als Hausaufgaben zu machen. Überhaupt vermisst der Einzelgänger einen Sinn in seinem Leben, denn wozu soll er sich überhaupt für irgendetwas anstrengen oder einsetzen, wenn er schlussendlich doch im Sarg landet?
So schlurft George in einem zu großen Mantel durch New York, hört Leonard Cohen und lässt seinen fatalistischen Gedanken freien Lauf. Die Erwachsenen, ob Lehrer oder Eltern, ringen ihm jedenfalls kein Engagement ab - dass die Abschlussprüfung in drei Wochen bevorsteht und er den gesamten Stoff des vergangenen Schuljahres nachholen müsste, interessiert ihn nicht im Geringsten. Die Rettung für diesen jungen Heranwachsenden in der Selbstfindungskrise naht - natürlich - in Form seiner schönen Mitschülerin Sally (Emma Roberts), die ihn auf Partys mitnimmt und von einer Gesprächspartnerin zur Angebeteten aufsteigt. Endlich etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt!
Von Christian Horn.

Was du nicht siehst
Die Atmosphäre ist von Anfang an unheilschwanger: Als Prolog ein junger Mann, der gefährlich nah am Rand einer Klippe steht; dann ein glühender, achtlos an den Straßenrand geworfener Zigarettenanzünder, ein rüpelhafter Typ auf einer Rasthof-Toilette und ein qualmender Müllabfuhrwagen, der geradewegs aus einem amerikanischen Highway-Horrorfilm stammen könnte. Diese Eröffnungsszenen aus Wolfgang Fischers Kinodebüt "Was du nicht siehst" etablieren eine mysteriöse Grundstimmung, die im Folgenden bestehen bleibt.
Wie einen Gruselfilm inszeniert Fischer den Familienausflug des 17-jährigen Anton (Ludwig Trepte), seiner Mutter Luzia (Bibiana Beglau) und deren neuem Freund Paul (Andreas Patton), die für ein paar Tage in einem Ferienhaus in der Bretagne einkehren. Ohne dass die Zuschauer wissen, was eigentlich los ist, scheint eine Eskalation von vornherein unausweichlich - die Bilder und die von unheimlichen Melodien getragene Tonspur lassen hieran keinen Zweifel.
Von Christian Horn.

Werner - Eiskalt!
Den zweiten Werner-Film habe ich als kleiner Junge im Kino gesehen. Einige ältere Kerle imponierten mir sehr, als sie einen kompletten Kasten Bier ins Kino schleppten und mit dem Zischen beim Bierflaschen öffnen während der Vorführung eine Art zweiten Rhythmus vorgaben: An ebenjene Kerle musste ich denken, als die Pressevorstellung von "Werner - Eiskalt!" lief. Denn hier hilft es wohl auch nichts, beim Zuschauen unter Alkoholeinfluss zu stehen: Gernot Roll legt einen durch und durch öden Streifen vor, der wirklich nicht hätte sein müssen.
"Werner - Eiskalt!" ist der nunmehr fünfte Teil der Werner-Reihe und der erste seit dem Original, in dem die Zeichentrickszenen mit Realfilmeinschüben zusammengehen. Rötger Feldmann alias Brösel spielt sich selbst, wobei er durchaus ironische Töne anschlägt, letztlich aber allzu plump und verkrampft wirkt. Während der erste Werner-Film noch durch seine pure Anarchie zu unterhalten wusste, erweist sich der fünfte Teil als arg seelenloser und müder Nachäffer.
Von Christian Horn.

What a Man
Der 30-jährige Lehrer Alex (Matthias Schweighöfer) ist viel zu harmlos, um ein "richtiger Mann" zu sein. Als ihn seine Freundin Carolin (Mavie Hörbiger) gegen den durchtrainierten Macho Jens (Thomas Kretschmann) eintauscht, sucht der Vollblut-Softie die Fehler bei sich selbst und möchte endlich ein ganzer Kerl sein: Doch wann ist ein Mann ein Mann? Die infantilen Tipps seines türkischen Kumpels Okke (Elyas M'Barek) fruchten nicht und auch sonstige Männlichkeitsrituale gehen nach hinten los. Dass seine beste Freundin Nele (Sibel Kekilli) ihn auch in seiner jetzigen Form als Mann attraktiv findet, merkt der mit seinem Rollenbild beschäftigte Alex indes nicht.
Bei seinem Regiedebüt "What a Man" orientiert sich Matthias Schweighöfer stark an amerikanischen Vorbildern aus Hollywood. Dementsprechend inszeniert Schweighöfer, der auch als Co-Autor und Produzent fungiert, die Finanzmetropole Frankfurt/Main mit ihrer imposanten Skyline als Glitzerkulisse à la Manhattan.
Von Christian Horn.

White House Down
Nachdem Roland Emmerich in Blockbustern wie "Independence Day", "The Day After Tomorrow" oder "2012" die Welt bereits mehrfach untergehen ließ, zerstört der erfolgreiche Filmemacher in seinem Actionfilm "White House Down" lediglich das Weiße Haus. Dieses Mal fliegt aber nicht gleich das ganze Gebäude in die Luft, sondern es ist vor allem die Inneneinrichtung, die mit fortschreitender Dauer des Old-School-Actionfilms immer mehr zu Klump geht.
Für ein Bewerbungsgespräch fährt der Polizist John Cale (Channing Tatum) mit seiner 11-jährigen Tochter Emily (Joey King) ins Weiße Haus. Cale will für den Secret Service den Präsidenten beschützen, doch die Secret-Service-Agentin Finnerty (Maggie Gyllenhaal) schmettert seine Bewerbung ab. Cale bleibt jedoch kaum Zeit, die Pleite zu verdauen, denn wie aus dem Nichts infiltriert eine paramilitärische Truppe unter der Führung des abtrünnigen Agenten Walker (James Woods) den Regierungssitz.
Von Christian Horn.

Wie durch ein Wunder
Mit den ursprünglich fürs Fernsehen produzierten "High School Musical"-Filmen ist Zac Efron zum Teenie-Schwarm aufgestiegen. In "Ich & Orson Welles" von Richard Linklater bewies er sein Talent für ernsthaftere Rollen und genau in diese Kerbe wollte er wohl schlagen, als er die Hauptrolle in Burr Steers' Teenager-Drama "Wie durch ein Wunder" annahm, der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Ben Sherwood und Birgit Moosmüller. Doch wenngleich Zac Efron schauspielerisch eine solide und stimmige Leistung abliefert, ist dieser Versuch gehörig schief gelaufen: "Wie durch ein Wunder" ist eine überaus seichte und aufgesetzte, bisweilen schnulzige Tragödie, die selbst dem jugendlichen Zielpublikum nur in Ansätzen behagen dürfte.
Von der Anlage her ist die Geschichte von "Wie durch ein Wunder", die zwischen Liebes-, Mystery- und Coming-of-Age-Drama changiert, interessant. Aber die unbeholfene und über die Maßen kitschige Inszenierung von Burr Steers erstickt dieses Potenzial bereits im Keim.
Von Christian Horn.

Willkommen bei den Rileys
Mit James Gandolfini und Kristen Stewart treten in "Willkommen bei den Rileys" gleich zwei Schauspieler auf, die mit einem recht festgelegten Image geschlagen sind: Gandolfini, der vor allem mit seiner Rolle des Tony Soprano in der Fernsehserie "Die Sopranos" assoziiert wird und im Kino in meist zwielichtigen Nebenrollen auftritt, liefert in Jake Scotts zweitem Spielfilm eine seiner wenigen Hauptrollen. Kristen Stewart ist durch ihre Rolle der Bella Swan aus der "Twilight"-Reihe noch festgelegter und erweitert ihr Rollenspektrum als minderjährige Prostituierte, die von der naiven Schönheit der Vampir-Geliebten kaum weiter entfernt sein könnte. Beide Darsteller meistern den Aufbruch zu neuen Ufern, und Melissa Leo, die kürzlich einen Oscar für ihre Nebenrolle in "The Fighter" erhielt, komplettiert das Ensemble mit einer nicht minder sehenswerten Darbietung. Als erste und zentrale Einschätzung kann gesagt werden, dass "Willkommen bei den Rileys" ein Schauspielerfilm ist.
Von Christian Horn.

Woher weißt du, dass es Liebe ist?
Die Figuren aus James L. Brooks' Komödie "Woher weißt du, dass es Liebe ist?" durchleben verschiedene Umbruch- und Krisensituationen: Titelheldin Lisa (Reese Witherspoon), eine begnadete Profi-Softball-Spielerin, steuert auf ihren Dreißigsten zu und muss damit leben, dass eine jüngere Spielerin ihren Platz einnimmt. Mit dem millionenschweren Baseball-Spieler Matty (Owen Wilson) teilt sie im Rahmen einer Affäre "amazing sex" und lenkt sich von ihren Sorgen ab. Frauenschwarm Matty hingegen kommt in die Bredouille, als er mit Lisa eine Beziehung anfängt und seinem reichhaltigen Sexleben Adieu sagen muss. Der Dritte im Bunde, George (Paul Rudd), durchlebt gleich zwei Krisen: Erstens ermittelt der Staat wegen fauler Geldgeschäfte gegen den (freilich unschuldigen) Unternehmer, der nach einem Prozess sogar im Gefängnis landen könnte - zweitens verliebt er sich in Lisa, die aber bekanntlich mit Matty zusammen ist.
Von Christian Horn.

 



© filmrezension.de

    suche   | wap  |  e-mail  |  über uns  |  impressum  


  -->