28. März 2002 
in Kürze: 

Schiffsmeldungen

"Als Zeitungsmann Quoyle (Kevin Spacey) nach einem Leben voller Demütigungen und ohne Höhepunkte seine entfremdete Frau Petal (Cate Blanchett) bei einem Autounfall verliert und mit der kleinen Tochter Bunny zurückbleibt, entscheidet er auf Drängen seiner resoluten Tante Agnis (Judi Dench), ein neues Leben im Land seiner Ahnen zu beginnen - auf Neufundland vor der Küste Kanadas. In dem winzigen Fischerdorf Killick-Claw trifft er auf eine Reihe so exzentrischer wie liebenswürdiger Einheimischer und bekommt zu seiner eigenen Überraschung einen Job als Reporter bei der Lokalzeitung 'The Gammy Bird', für die er bald in der Kolumne 'Schiffsmeldungen' die Geschichten anlegender Boote und ihrer Besitzer aufschreibt. Doch während diese kleine berufliche Revolution für moralischen Auftrieb des gebrochenen Mannes sorgt, wird er in seinem Privatleben mit Dämonen der Vergangenheit konfrontiert.
Nicht genug damit, dass ihn Petal in Albträumen plagt - nach und nach erfährt er, dass es in seiner Familie ganze Generationen unglückseliger Gestalten gab und manch dunkles Geheimnis ans Tageslicht kommen muss. Doch zunehmend findet Quoyle in diesem zerklüfteten wie schönen Land zu sich selbst und nimmt zum ersten Mal in seinem Leben sein Schicksal selbst in die Hand. Unterstützt von Menschen, denen man es zwar nicht ansieht, die aber alle selbst eine Last zu schleppen haben - der urige Verleger Buggit (Scott Glenn) etwa, Wavey Prowse (Julianne Moore), die allein erziehende Mutter eines behinderten Kindes, zu der Quoyle bald mehr als nur platonische Gefühle entwickelt. Doch bevor es auch nur für einen dieser Menschen eine Zukunft gibt, müssen sie sich ihrer tief vergrabenen Vergangenheit stellen..." (Presse-Text)
Wettbewerbsfilm der Berlinale 2002

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Schiffsmeldungen Originaltitel: The Shipping News (USA 2001) 
Regie: Lasse Hallström ("Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa", "Gottes Werk und Teufels Beitrag", "Chocolat"); Darsteller: Kevin Spacey (Quoyle), Julianne Moore ("Magnolia", Wavey Prowse), Judi Dench ("M" in den James-Bond-Filmen, "Shakespeare in Love", "Chocolat"; Agnis Hamm), Cate Blanchett ("Der Herr der Ringe - Die Gefährten", "Heaven"; Petal), Pete Postlethwaite ("Entfernte Stimmen, Stilleben", "Brassed off - Mit Pauken und Trompeten"; Tert Card), Scott Glenn ("Das Schweigen der Lämmer"; Jack Buggit), Rhys Ifans ("You are dead", "Notting Hill"; Beaufield Nutbeem), Gordon Pinsent (Billy Pretty), Jason Behr (Dennis Buggit), Larry Pine (Bayonet Melville), Jeanette Arnette (Silver Melville), Robert Joy (EMS Officer), Alyssa, Kaitlyn und Lauren Gainer (Bunny) u.a.; Drehbuch: Robert Nelson Jacobs nach einem Roman von E. Annie Proulx; Produktion: Irwin Winkler, Linda Goldstein Knowlton, Leslie Holleran; Ausführende Produzenten: Bob Weinstein, Harvey Weinstein, Meryl Poster; Co-Produktion: Diana Pokorny; Kamera: Oliver Stapleton; Schnitt: Andrew Mondshein; Casting: Billy Hopkins, Suzanne Smith, Kerry Barden; Musik: Christopher Young; Länge: 111 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih von Concorde Filmverleih 


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Robby Müller hat das Handwerk und die Kunst der Kameraführung und des Lichtsetzens erneuert und vorangetrieben. Er konnte wie kaum ein anderer in seinen Bildern Stimmungen erfassen und Zustände beschreiben, die mehr über Charaktere erzählten als Dialoge und dramaturgische Strukturen. Er wusste, wie man für eine Geschichte und einen Film ein ganz eigenes Klima erzeugt, in dem seine Figuren im wahrsten Sinne des Wortes 'gut aufgehoben' waren. Für eine Handvoll Filmemacher war er der wichtigste Wegbegleiter."

Regisseur Wim Wenders zum Tode des Kameramanns Robby Müller (04.04.1940 - 03.07.2018)

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