22. Januar 2004 
in Kürze: 

Die Träumer

"Paris 1968: Zeit des Aufbruchs und der Utopie, der Hoffnung, die Welt verändern zu können. Aber auch Hochzeit der Cinéasten, die Abend für Abend wie süchtig in der Cinémathèque Francaise Filme aus dem alten Hollywood und der Nouvelle Vague verschlingen. Das wahre Leben findet auf der Leinwand statt! Als de Gaulles Kulturminister André Malraux den beliebten Leiter der Cinémathèque, Henri Langlois, entlässt, kommt es zu ersten Demonstrationen. Auch Theo (Louis Garrel), seine Zwillingsschwester Isabelle (Eva Green) und der junge, schüchterne Amerikaner Matthew (Michael Pitt) mischen sich unter die friedlich Protestierenden. Da die Eltern der Geschwister für ein paar Wochen ans Meer fahren, ziehen sich die Drei in die große Altbauwohnung im Quartier Latin zurück und beginnen ein harmloses Film-Ratequiz, das sich peu à peu in ein gefährliches Spiel um Lust und Begierde wandelt. Es gibt weder Tabus noch Pardon in dieser „Ménage à trois“, die Träumer überschreiten die Grenzen bürgerlicher Moral, stellen in ihrer hermetisch abgeschlossenen Welt eigene Regeln auf. Ohne sich darum zu kümmern, was draußen passiert, lieben und quälen sie sich, entdecken die Freiheit der Sexualität, entblößen nicht nur ihren Körper, sondern auch die Seele. Erst ein Stein, der durchs Fenster fliegt, holt sie in die Wirklichkeit zurück. Zu jungen Erwachsenen gereift, verlassen sie das Haus und reihen sich spontan ein in die Demonstrantenschar, stürzen sich in den Straßenkampf. Unter dem Pflaster liegt der Strand..." (Presse-Text)

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Die Träumer 
Originaltitel: The Dreamers (GB / Frankreich / Italien 2003) 
Regie: Bernardo Bertolucci;
Darsteller: Michael Pitt ("Mord nach Plan"; Matthew), Eva Green (Isabelle), Louis Garrel (Theo), Robin Renucci ("Taking Sides - Der Fall Furtwängler"; Vater), Anna Chancellor ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Was Mädchen wollen"; Mutter), Florian Cadiou (Patrick) u.a.; Drehbuch: Gilbert Adair nach seinem eigenen Roman "The Holy Innocents" (1988); Produktion: Jeremy Thomas; Co-Produzent: John Bernard; Kamera: Fabio Cianchetti; Länge: 114 Minuten; FSK: ab 16 Jahren; ein Film im Verleih von Concorde Filmverleih


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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