4. März 2004 
in Kürze: 

... Und dann kam Polly

"Reuben Feffer (Ben Stiller) hat sich ein bequemes Leben aufgebaut und eine gute Karriere erarbeitet, indem er stets auf Nummer Sicher ging. Dabei ist er einer der Besten in seinem Metier: Als hoch geschätzter Mitarbeiter eines Versicherungsunternehmens führt er die Risikoabschätzung für teure Versicherungen durch und ist Experte darin, Gefahren und Risiken genauestens zu kalkulieren. So versichert er andere Leute gegen die Risiken des Lebens  – sei es mit einer Police für den Bungee Jumping-Fanatiker oder Kapitalabsicherungen für andere Menschen – aber er selbst scheut vor allem zurück, das außergewöhnlich oder riskant aussieht, frei nach dem Motto: Wer nicht spielt, der nicht verliert.

Dagegen betrachtet Polly Prince (Jennifer Aniston) ihr Dasein eher als ein großes Glücksspiel, und erfreut sich an dem, was das Leben für sie als Weltenbummlerin so alles an zufälligen und unerwarteten Entdeckungen bereithält. Ihre Philosophie: Es gibt immer eine nächste Gelegenheit – ein neuer Job, eine neue Wohnung in einer anderen Stadt – sollte sich die jetzige als auf Dauer ungeeignet herausstellen. Für Polly kein Problem – auf zum nächsten Abenteuer, zur nächsten Entdeckung, die um die Ecke wartet.

Reuben hingegen ist im Angesicht von alltäglichen Unwägsamkeiten wie den Bakterien auf der Bürotoilette und sonstigen Gefahren immer bemüht, die sicherste Wahl zu treffen. Diesem Credo folgt er auch, als er Lisa (Debra Messing) ehelicht. Aber schon während der Hochzeitsreise kommt es zum Super-Gau: Lisa findet mehr Gefallen an dem knackigen Tauchlehrer Claude (Hank Azaria) als an ihrem Ehemann. Ein harter Schlag für Reuben. Zurück im Büro und auf dem harten Boden der Tatsachen, stürzt er sich also wieder in seine Arbeit.

Dann aber macht er einen verhängnisvollen Fehler: Als er auf einer Party Polly begegnet, kommt ihm der Gedanke, dass ein Date mit ihr vielleicht genau das ist, was er braucht, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Daran hat zwar sein bester Freund Sandy (Philip Seymour Hoffman) so seine Zweifel; aber Polly ist attraktiv, witzig, weltoffen – und schließlich kennt man sich: in der siebten Klasse waren die braven Durchschnittsschüler Reuben und Polly an ihrer Schule sogar als Delegierte in der sogenannten Modell-U.N. aktiv, einer Art UN-Versammlung für Schüler. 

Gewiss, Polly hatte in der Schule noch keine Tattoos. Und auch keine Vorliebe für scharfes Essen, heiße Salsa-Tänze und das Sammeln kleiner Andenken all ihrer verflossenen Affären, wie zum Beispiel ein blindes Frettchen, das sie von ihrem letzten Italientrip mitgebracht hat. Und Reubens Streben danach, alles bis ins kleinste Detail durchzuplanen, war in der Schule auch noch nicht ganz so ausgeprägt. Ebenso wenig wie sein Zwang, dass in seinem Leben stets alles in absolut geordneten Bahnen verlaufen muss.

Allerdings: Plötzlich stellt Reuben fest, dass selbst die so genannten geordneten Bahnen ungeahnte Wendungen und Seltsamkeiten parat haben – in Form von unverdaulichem Essen, furchteinflößenden Kindergeschichten und Haustieren mit Sehproblemen. Es führt kein Weg an der Tatsache vorbei: Das Leben ist ein Risiko, ebenso wie die Liebe, aber wenn man einen Menschen wie Polly an seiner Seite weiß, was hat man dann eigentlich noch zu befürchten? Oder sollte man besser sagen: Was kann es dann eigentlich schöneres geben – in guten wie in schlechten Zeiten?" (Presse-Text)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: ... Und dann kam Polly 
Originaltitel: Along came Polly (USA 2003) 
Regie: John Hamburg;
Darsteller: Ben Stiller (Reuben Feffer), Jennifer Aniston (zuletzt: "Bruce Allmächtig"; Polly Prince), Philip Seymour Hoffman (Sandy Lyle), Debra Messing ("The Mothman Prophecies - Tödliche Visionen"; Lisa Kramer), Alec Baldwin (Stan Indursky), Hank Azaria (Claude), Bryan Brown (Leland Van Lew), Jsu Garcia (Javier), Michelle Lee (Vivian Feffer), Bob Dishy (Irving Feffer), Missi Pyle (Roxanne) u.a.; Drehbuch: John Hamburg; Produktion: Danny DeVito, Michael Shamberg, Stacey Sher; Ausführende Produktion: Jane Bartelme, Dan Levine; Kamera: Seamus McGarvey; Musik: Theodore Shapiro; Länge: 90 Minuten; FSK: ohne Altersbeschränkung; ein Film im Verleih von United International Pictures; Film-Homepage: http://www.movies.uip.de/unddannkampolly


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Filme Deine Morde wie Liebesszenen, und filme Deine Liebesszenen wie Morde."

("Film your murders like love scenes, and film your love scenes like murders.")

Regisseur Alfred Hitchcock

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