15. Mai 2003 
in Kürze: 

Die Versuchung des Padre Amaro

"Der junge Padre Amaro wird von seiner Diözese in das Bergdorf Los Reyes geschickt, um den alten Padre Benito zu unterstützen. Angetreten mit aufrechtem Glauben und dem aufopferungsvollen Wunsch, den Ärmsten unter den Armen zu helfen, entdeckt der junge Priester bald, dass in der Kirchengemeinde vieles im Argen liegt: Padre Benito fungiert als Geldwäscher für den örtlichen Drogenbaron und ist sich dabei keiner Schuld bewusst, da er damit den Bau eines Krankenhauses finanziert - außerdem unterhält er seit Jahren ein Verhältnis mit der Dorfwirtin Sanjuanera. Ein anderer Priester unterstützt die Guerilla und lebt mit den Rebellen in den Bergen, und die Dorfirre verfüttert Hostien an ihre Katzen.
Doch auch Padre Amaro kann der Sünde nicht lange widerstehen, als er sich in Sanjuaneras hübsche 16-jährige Tochter Amelia verliebt. Als sie schwanger wird, will sie Los Reyes verlassen, um mit ihm ein neues Leben zu beginnen. Der junge Geistliche aber hat Ambitionen und ist nicht bereit, seine Karriere auf dem Altar der Liebe zu opfern. Als er das Mädchen zur Abtreibung zwingt, kommt es zu lebensgefährlichen Komplikationen.
...
'Die Versuchung des Padre Amaro', basierend auf dem 1875 veröffentlichten Roman des Portugiesen José Maria Eca de Queiroz ('Das Verbrechen des Padre Amaro', erschienen im Insel-verlag und im Aufbau-Verlag), wurde für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film und den Golden Globe nominiert und lief erfolgreich auf zahlreichen Festivals, darunter Chicago, San Sebastian und Havanna (wo Drehbuchautor Vicente Leñero für das Beste Script ausgezeichnet wurde)." (Presse-Text)

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Die Versuchung des Padre Amaro 
Originaltitel: El Crimen del Padre Amaro (Mexiko / Spanien / Argentinien /Frankreich 2002)
Titel für den englischsprachigen Markt: The Crime of Padre Amaro
Regie: Carlos Carrera; Darsteller: Gael Garcia Bernal ("Amores Perros", "Y tu Mama tambien"; Padre Amaro), Ana Claudia Talancón (Amelia), Sancho Gracia (Padre Benito), Damián Alcázar (Padre Natalio), Angélica Aragón (Augustina Sanjuanera), Luisa Huertas (Dionisia), Ernesto Gómez Cruz (Bischof) u.a.; Drehbuch: Vicente Leñero; Länge: 118 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih der Columbia TriStar Film GmbH; Film-Homepage: http://www.padre-amaro.de


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Robby Müller hat das Handwerk und die Kunst der Kameraführung und des Lichtsetzens erneuert und vorangetrieben. Er konnte wie kaum ein anderer in seinen Bildern Stimmungen erfassen und Zustände beschreiben, die mehr über Charaktere erzählten als Dialoge und dramaturgische Strukturen. Er wusste, wie man für eine Geschichte und einen Film ein ganz eigenes Klima erzeugt, in dem seine Figuren im wahrsten Sinne des Wortes 'gut aufgehoben' waren. Für eine Handvoll Filmemacher war er der wichtigste Wegbegleiter."

Regisseur Wim Wenders zum Tode des Kameramanns Robby Müller (04.04.1940 - 03.07.2018)

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