19. Januar 2006 
in Kürze: 

Hallesche Kometen

"Ben (Hanno Koffler) ist Anfang zwanzig und wohnt mit Karl (Peter Kurth), seinem arbeitslosen Vater, in einer winzigen Wohnung einer Plattenbausiedlung in Halle.
Ben hat einen Traum: Er möchte die Welt bereisen und über seine Reiseerlebnisse schreiben. Aber noch jobbt er als Auslieferer von Prospekten und verfasst fiktive Reiseberichte auf selbstgebastelten Postkarten.
Sein Vater, der seit der Wende arbeitslos ist und Schwierigkeiten hat, sich der neuen Gesellschaftsordnung anzupassen, wurde durch den Tod seiner Frau knapp zwei Jahre zuvor endgültig aus der Bahn geworfen.
Seitdem ist Ben hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis, für seinen Vater, den er sehr liebt, da zu sein und dem Wunsch, endlich sein eigenes Leben zu leben und seinen großen Traum zu verwirklichen.
Ben hält an der Hoffnung fest, dass sein Vater bald eine neue Arbeit findet, die ihn aus der Isolation führen und unabhängig von seinem Sohn machen wird. Doch Karl verharrt dem Leben gegenüber in einer Verweigerungshaltung, die zunehmend auch finanzielle Schwierigkeiten verursacht und Ben, im Bestreben, Geld zu beschaffen, in ein kriminelles Milieu abgleiten lässt.
Als er die lebensbejahende Jana (Marie Rönnebeck) trifft, wird Ben klar, dass sich etwas ändern muss."
(Text zitiert nach dem Katalog des Filmfestivals Max-Ophüls-Preis 2005)

Wettbewerbsfilm des Filmfestivals Max-Ophüls-Preis 2005;
dort Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten (Zweiter Platz hinter "Am Tag als Bobby Ewing starb")


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Hallesche Kometen (Deutschland 2005) 
 
Regie: Susanne Irina Zacharias (ihr Spielfilm-Regiedebüt);
Darsteller: Hanno Koffler ("Ganz und gar", "Anatomie 2"; Ben), Peter Kurth (Karl), Marie Rönnebeck (Jana), Max Riemelt ("Napola - Elite für den Führer"; Ingo), Patrick Güldenberg u.a.; Drehbuch: Sarah Esser, Ivan Dimov; Produktion: Flying Moon Filmproduktion; Koproduktion: ZDF - Das kleine Fernsehspiel, RBB, HFF "Konrad Wolf"; Kamera: Daria Moheb Zandi; Musik: Eike Hosenfeld, Moritz Denis; Länge: 83 Minuten; FSK: ab 6 Jahren; ein Film im Verleih von Zauberland Filmverleih; Film-Homepage: http://www.hallesche-kometen.de


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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