1. Juli 2004 
in Kürze: 

Fünf Uhr am Nachmittag

"Afghanistan heute, das Taliban-Regime ist gestürzt. Noqreh, eine aufgeschlossene und moderne junge Frau, lebt mit ihrem Vater, einem frommen und gottesfürchtigen Kutscher, ihre Schwägerin Leilomah und dessen krankem Kind im vom Bomben zerstörten Kabul. Sie warten, dass Noqrehs Bruder aus Pakistan zurückkehrt, an seine Rückkehr sind viele Hoffnungen der Familie geknüpft. Noqreh versucht trotzdem, ihren eigenen Weg zu finden: Heimlich und gegen den Willen des konservativen Vaters besucht sie eine Schule. Denn sie hat große Pläne für sich und ihr Land: Sie möchte einmal Präsidentin von Afghanistan werden!

Auf der Suche nach einer festen Bleibe zieht die Familie durch die Stadt, von Provisorium zu Provisorium. Ohne Wasser und Nahrung wird der Gesundheitszustand von Leilomahs Kind immer schlechter. Als auch noch schreckliche Nachrichten aus Pakistan die Familie erreichen, beschließt Noqrehs Vater in seiner Verzweiflung, die Stadt zu verlassen und eine heilige Zuflucht, weit entfernt von Kabul, zu suchen..." (Presse-Text)

Regisseurin Samira Makhmalbaf ist die Tochter des Regisseurs Mohsen Makhmalbaf ("Reise nach Kandahar"). Der Filmtitel geht auf die Zeile eines Gedichts von Federico Garcia Lorca zurück; das Poem findet in "Fünf Uhr am Nachmittag" Verwendung, als Noqreh für ihr Lebensziel das Halten von Reden zu üben beginnt. 
Beim Filmfestival in Cannes 2003 erhielt der Film den Spezialpreis der Jury und den Preis der ökumenischen Jury.

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Fünf Uhr am Nachmittag 
Originaltitel: Panj e Asr 
Titel für den internationalen Markt: À cinq heures de l’après-midi / At five in the Afternoon (Iran  / Frankreich 2002) 
Regie: Samira Makhmalbaf ("Schwarze Tafeln"; erste Episode von "11'9''01 - September 11");
Darsteller: Aghele Rezaie (Noqreh), Abdolgani Yousefrazi (der Vater), Razi Mohebi (der Dichter), Marzieh Amiri (die Schwiegertochter) u.a.; Drehbuch: Samira Makhmalbaf, Mohsen Makhmalbaf; Produktion: Eine Makhmalbaf Film House, Wild Bunch und Bac Films Koproduktion; Ausführender Produzent: Syamak Alagheband; Kamera: Ebrahim Ghafori; Musik: Mohamad Reza Darvishi; Länge: 106 Minuten; FSK: ab 6 Jahren; Originalversion mit deutschen Untertiteln; Verleih gefördert durch die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen; ein Film im Verleih von Alamode Film / Fabien Arséguel e. K.


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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