30. Mai 2002 
in Kürze: 

Der Stellvertreter

Nach dem Theaterstück von Rolf Hochhuth

"Zwei  Systeme.
Die Nazi-Maschinerie. Der diplomatische Apparat von Vatikan und
Alliierten. Zwei Männer bekämpfen die Systeme. Von innen, unter Einsatz des eigenen Lebens ...
In Deutschland Kurt Gerstein (Ulrich Tukur): Obwohl er Offizier der
Waffen-SS ist, versucht er, die Alliierten, den Papst und die deutschen Kirchen auf die Verbrechen der Nationalsozialisten aufmerksam zu machen, versucht verzweifelt, sie zum Handeln, zumindest zu einer Stellungnahme zu bewegen.
In Italien ist es der junge Jesuit Riccardo (Mathieu Kassovitz), der die katholische Kirche zur Auflehnung motivieren will. Riccardo ist eine fiktive Figur, die all die Priester mit genug Mut und reinem Gewissen repräsentiert, die gegen die Schlächter ankämpften und dafür nicht selten mit dem Leben bezahlten. Diese zahllosen Priester, manche öffentlich, andere anonym, konnten sich nicht mit dem Schweigen ihrer Hierarchien abfinden.
Wann ist der Moment im Leben eines Menschen erreicht, im dem Gemeinwohl und Ethik vor den Selbstschutz gestellt werden? Kurt Gerstein wusste es und wollte es der Welt mitteilen.
'Der Stellvertreter' klagt all jene an, die ebenfalls wissen und schweigen..." (Presse-Text)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Der Stellvertreter Originaltitel: Der Stellvertreter (Deutschland / Frankreich 2002) Alternativtitel: Amen (Berlinale 2002)
Regie: [Constantin] Costa-Gavras ("Z", "Mad City"); Darsteller: Ulrich Tukur (Kurt Gerstein), Mathieu Kassovitz ("Die fabelhafte Welt der Amelie"; Riccardo Fontana), Ulrich Mühe (Der Doktor), Michel Duchaussoy (Der Kardinal), Ion Caramitru (Graf Fontana), Marcel Iures (Der Papst), Friedrich von Thun ("Schindlers Liste"; Gersteins Vater), Antje Schmidt (Frau Gerstein), Hanns Zischler (Grawitz), Sebastian Koch (Höss), Erich Hallhuber (von Rutta), Burkhard Heyl (Der Direktor), Angus MacInnes (Tittman), Bernd Fischerauer (Bischof von Galen), Pierre Franckh (Pastor Wehr), Richard Durden (Ambassador Taylor), Monica Bleibtreu (Frau Hinze), Justus von Dohnanyi ("Das Experiment"; Baron von Otter), Günther-Maria Halmer (Pastor Dibelius), August Zirner (von Weizsäcker), Susanne Lothar (Alexandra Baltz), Marina Berti (La Principessa), Michael Mendl (Monsignor Hudal), Matthias Köberlin (Offizier), Nina Proll (Helga), Hinnerk Schönemann (Schachspieler), Lilly Tukur (Adelheid Gerstein), Charles Brian (Arnulf Gerstein), Sophie Parea (Baby Gerstein) u.a.; Drehbuch: Costa-Gavras, Jean-Claude Grumberg basierend auf dem gleichnamigen Stück von Rolf Hochhuth; Produktion: Claude Berri; eine Co-Produktion der Katharina/Renn Productions und TF 1 Film Productions in Zusammenarbeit mit KC Medien unter besonderer Beteiligung von Canal+; Ausführende Produzentin: Michèle Ray-Gavras; Co-Produzenten: Roland Pellegrino, Dieter Meyer, Piere Grunstein; Kamera: Patrick Blossier; Schnitt: Yannick Kergoat; Ausstattung: Ari Hantke; Kostüm: Edith Vespérini; Musik: Armand Amar; Länge: 131 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih von Concorde Filmverleih / Concorde Classic 


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Robby Müller hat das Handwerk und die Kunst der Kameraführung und des Lichtsetzens erneuert und vorangetrieben. Er konnte wie kaum ein anderer in seinen Bildern Stimmungen erfassen und Zustände beschreiben, die mehr über Charaktere erzählten als Dialoge und dramaturgische Strukturen. Er wusste, wie man für eine Geschichte und einen Film ein ganz eigenes Klima erzeugt, in dem seine Figuren im wahrsten Sinne des Wortes 'gut aufgehoben' waren. Für eine Handvoll Filmemacher war er der wichtigste Wegbegleiter."

Regisseur Wim Wenders zum Tode des Kameramanns Robby Müller (04.04.1940 - 03.07.2018)

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