16. Januar 2003 
in Kürze: 

All or Nothing

"Wer kennt sie nicht, diese Hochhaussiedlungen am Rande der Stadt? Da, wo sich das Leben auf Essen, Schlafen, Arbeiten reduziert, zerplatzte der Traum der Supermarkt-Kassiererin Penny (Lesley Manville) von einem erfüllten Leben an der Seite des Londoner Taxifahrers Phil (Timothy Spall). Alltagsfrust und Überlebenskampf ersetzen Sehnsucht und Liebe. Die Zeit der Zärtlichkeit - endgültig vorbei. So scheint es. Was bleibt, sind für Penny kleine Fluchten mit Freundinnen, für Phil der Kumpel und die Kneipe, die innere Verweigerung. 
Die beiden erwachsenen Kinder wohnen noch bei den Eltern auf
engstem Raum. Die verschlossene Tochter Rachel (Alison Garland)
putzt in einem Altersheim, der arbeitslose Sohn Rory (James Corden) hängt als Couch-Potato vor der Glotze. Überall ist es besser, wo wir nicht sind. Als Rory bei einer Rangelei zusammenbricht und ins Krankenhaus kommt, zeigt der Schock heilende Wirkung: Durch den
Schmerz öffnet sich Phil, zwischen den beiden verletzten Partnern
kommt es zu einer vorsichtigen Annäherung. Es ist eben nie zu spät." (Presse-Text von Tobis Studiocanal)

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: All or Nothing 
Originaltitel: All or Nothing (GB / Frankreich 2001) 
Darsteller: Timothy Spall ("Still crazy", "Intimacy", "Vatel"; Phil), Lesley Manville (Penny), Alison Garland (Rachel), James Corden (Rory), Ruth Sheen (Maureen), Marion Bailey (Carol), Paul Jesson (Ron) u.a.; Regie: Mike Leigh ("Lügen und Geheimnisse"); Drehbuch: Mike Leigh; Länge: 128 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih von Tobis Studiocanal; Film-Homepage: http://www.allornothing-derfilm.de


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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