22.03.2017

Die Vampirschwestern


Neben den Zombies reüssieren derzeit auch die Vampire im Kino, wobei letztere insbesondere vom weltweiten Erfolg der "Twilight"-Romane und -Filme profitieren. Mit "Die Vampirschwestern" kommt nun ein deutscher Film ins Kino, der den Vampirmythos für eine jüngere Generation aufbereitet und ganz normale Sorgen von Jugendlichen im Rahmen einer phantastischen Prämisse erzählt.

Dakaria und Silvania (Laura Antonia Roge & Marta Martin) sind mit ihren Eltern von Transsylvanien in ein deutsches Dorf gezogen und müssen sich an die neue Umgebung sowie neue Schulkameraden/innen gewöhnen. Dass sich das Zurechtfinden bei den 12-jährigen Schwestern schwierig gestaltet, hat einen guten Grund: Der Vater Mihai (Stipe Erceg) ist ein Vampir, die Mutter Elvira (Christiane Paul) ein Mensch. Dakaria und Silvania sind also Halbvampire, was einige praktische Vorteile wie Flugfähigkeiten und Telekinese-Begabung mit sich bringt – im Gegenzug vertragen die Mädchen Knoblauch und können ans Sonnenlicht. Doch Dakaria wäre lieber eine ganze Vampirin, während Silvania gern komplett menschlich wäre. Um dies zu erreichen, engagieren die beiden den Zauberer Ali Bin Schick (Richy Müller), doch blöderweise tauschen sie die Rollen in umgekehrter Reihenfolge. Jetzt bleibt nur ein kleines Zeitfenster, um alles wieder in Ordnung zu bringen.

Regisseur Wolfgang Groos und seine Drehbuchautorin Ursula Gruber adaptieren den gleichnamigen Roman von Franziska Gehm mit viel Schwung und schönen Humoreinlagen. Es gelingt auf überzeugende Weise, die phantastischen Elemente mit Alltagsproblemen zu erden, und die Kinder so in ihrer eigenen Lebenswelt abzuholen. Die einfach gestrickte Geschichte dürfte Erwachsene zwar eher langweilen, doch die charmanten Figuren und Schauspieler, darunter Michael Kessler als militanter Nachbar Dirk van Kombast, machen diesen Mangel wett.

Für einen Familienausflug ins Kino empfiehlt sich "Die Vampirschwestern" jedenfalls. Das Vampir-Abenteuer ist zwar kein künftiger Klassiker, dafür aber ein kleiner Kinderfilm mit großem Unterhaltungswert.



Diese Filmkritik ist zuerst erschienen bei fluter.de.

 

Christian Horn / Wertung:  * * * (3 von 5) 
 

 

 
Filmdaten 
 
Die Vampirschwestern  
 
Deutschland 2012
Regie: Wolfgang Groos;
Darsteller: Marta Martin (Silvania Tepes), Laura Roge (Dakaria Tepes), Christiane Paul (Elvira Tepes), Stipe Erceg (Mihai Tepes), Michael Kessler (Dirk Van Kombast), Richy Müller (Ali Bin Schick) u.a.;
Drehbuch: Ursula Berger nach der Buchvorlage von Franziska Gehm; Produzenten: Jakob Claussen, Uli Putz; Kamera: Bernhard Jasper; Musik: Helmut Zerlett; Schnitt: Stefan Essl;

Länge: 97,27 Minuten; FSK: ohne Altersbeschränkung; ein Film im Verleih der Sony Pictures Releasing GmbH; deutscher Kinostart: 27. Dezember 2012



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Zitat

"Du bist kein Star, solange sie Deinen Namen in Wladiwostok nicht richtig schreiben können."

("You're not a star till they can spell your name in Vladivostok.")

Schauspieler Roger Moore (14.10.1927 - 23.05.2017)

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