10. April 2003 
in Kürze: 

Lampedusa
- Eine magische Geschichte

"Sie heißt Grazia und ist wie das Meer: abgründig, voller Höhen und Tiefen, einmal sanft, ein Wärmestrom der Zärtlichkeit, dann wieder aggressiv, stürmisch wild. In jedem Fall zu unberechenbar, zu kompliziert für die Bewohner von Lampedusa, einer Insel im Süden Siziliens, wo man sich eben so durchs Leben schlägt. Die Männer fahren zur See, die Frauen arbeiten in der Fischfabrik. Droben auf den Klippen erproben sich die Jungen in Revierkämpfen oder bei der Vogeljagd. Und abends geht es dann, fein geschniegelt und gebügelt, in die Via Roma zum Flanieren, zum alten Spiel zwischen ragazzi und ragazze. Eigentlich wäre alles in Ordnung... 

...wäre da nicht diese Grazia, Mutter eines pubertierenden Mädchens und von zwei aufmüpfigen Buben. Der Dorfgemeinschaft sind die sinnliche Unbefangenheit der jungen Frau und ihre wechselhaften Launen ein ständiger, irritierender Dorn im Auge. Die meisten halten Grazia schlicht und einfach für verrückt. Pietro, ihr Ehemann, fühlt sich mehr und mehr unter Druck gesetzt, bis er schließlich einverstanden ist, seine Frau zu einer Behandlung nach Mailand zu schicken. Aber Grazia läuft davon. Und Pasquale, ihr 13jähriger Sohn, wird – allein gegen alle – Mittel und Wege finden, seine über alles geliebte Mutter zu beschützen..." (Presse-Text)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Lampedusa - Eine magische Geschichte 
Originaltitel: Respiro (Italien / Frankreich 2002) 
Regie: Emanuele Crialese ("Once We Were Strangers", 1997); Darsteller: Valeria Golino ("Frida"; Grazia), Vincenzo Amato (Pietro), Francesco Casisa (Pasquale), Veronica D'Agostino (Marinella), Filippo Pucillo (Filippo), Emma Loffredo (Nonna), Elio Germano (Pier Luigi), Avy Marciano (Olivier) u.a.; Drehbuch: Emanuele Crialese; Produzent: Domenico Procacci; Koproduzenten: Anne-Dominique Toussaint, Raphael Berdugo; Kamera: Fabio Zamarion; Musik: John Surman; Länge: 95 Minuten; FSK: ab 6 Jahren; ein Film im Verleih von Prokino; Film-Homepage: http://www.lampedusa.de


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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