7. Juli 2005 
in Kürze: 

Das Lächeln der Tiefseefische

"Es ist Sommer im Seebad Ahlbeck, dem kleinen Urlaubsort kurz vor der polnischen Grenze auf der Ostseeinsel Usedom. Eine feine Sache für zahlreiche Touristen, trister Alltag jedoch für Malte, der dort mit seinem Vater Dietmar in einer heruntergekommenen Villa lebt.

Die Mutter ist vor Jahren gestorben, die Schwester in den Westen gezogen, der Vater trinkt und die finanziellen Mittel sind knapp. Keine leichte Zeit für Malte, der in einer Woche volljährig wird, keine genaue Idee für sein weiteres Leben hat, jedoch ein großes Ziel für die unmittelbare Zukunft: Die Führerscheinprüfung machen und nichts wie weg!

Um Geld zu verdienen arbeitet er in einem Fischimbiss und schmuggelt regelmäßig mit seinem Freund Pavel Zigaretten über die polnische Grenze. Im Gegensatz zu Malte ist Pavel ein Lebenskünstler, der immer gute Laune hat und am Liebsten nach seiner polnischen Methode am Strand mit den Urlauberinnen flirtet. Er ist es auch, der Malte, der sich zeitweise lieber zurück zieht und sich seiner großen Leidenschaft, dem Sprayen von Graffitis widmet, energisch auf zwei Mädchen aufmerksam macht: Annika und Lisa. Die Schwestern machen mit ihrer Mutter Urlaub auf Usedom. Pavel sei Dank lernen sie sich schnell kennen.

Völlig unerwartet kehrt Maltes Schwester Hannah mit ihrem fünfjährigen Sohn Lukas nach Ahlbeck und in das gemeinsame Haus zurück. Sie findet schnell einen Job und bittet Malte, sich zeitweise um seinen kleinen Neffen zu kümmern. Als die Familie zur selben Zeit die Nachricht erhält, dass sie die baufällige Villa nicht werden halten können und diese geräumt werden soll, spitzt sich die Lage zu. Für Malte wird die Situation unerträglich. Kurzentschlossen packt er seine Sachen und zieht zu Pavel. Der kleine Lukas heftet sich jedoch immer wieder an seine Fersen und fordert die Aufmerksamkeit, die ihm zusteht. Er hat ein Faible für Tiefseefische, will alles über sie wissen und nach ihnen suchen, auch, als sich Malte in Annika verliebt und mit ihr Zeit verbringen will.

Viel passiert und doch läuft nichts nach Plan in dieser Woche, aber am Ende ist Malte volljährig, nichts ist mehr so, wie es mal war und er weiß, warum Tiefseefische lächeln..."
(Text: Central Film)
Wettbewerbsfilm des Filmfestivals Max-Ophüls-Preis 2005;
Jakob Matschenz erhielt bei dem Filmfestival die Auszeichnung als Bester Nachwuchsdarsteller


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Das Lächeln der Tiefseefische (Deutschland 2005) 
Regie: Till Endemann ("Mondlandung");
Darsteller: Jakob Matschenz (Malte), Alice Dwyer (Annika), Adrian Topol (Pavel), Peter Kurth (Dietmar), Victoria Mayer (Hannah), Benjamin Meyer (Lukas), Fritz Roth ("Muxmäuschenstill"; Buttwang), Gernot Endemann (Knottke) u.a.; Drehbuch: Till Endemann; Produktion: Ziegler Film Köln GmbH in Koproduktion mit WDR und ARTE; Gefördert von der Filmstiftung NRW; Kamera: Felix Cramer; Musik: Enis Rotthoff; Länge: 86 Minuten; FSK: ab 6 Jahren; ein Film im Verleih der Central Film Vertriebs GmbH


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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