15. Juli 2004 
in Kürze: 

Der schönste Tag in meinem Leben

"Aus der Perspektive der kleinen Chiara entfaltet sich das Bild einer italienischen Familie über drei Generationen. Die Grossmutter Irene (Virna Lisi), ist eine noch sehr jugendliche ältere Dame, die allein in ihrer großen Villa voller Erinnerungen lebt. Für sie sind die Familienzusammenkünfte das Ein und Alles. Zu ihrem grossen Bedauern hat sie es jedoch nicht geschafft, die Liebe für dieses Haus ihren drei Kindern zu übertragen. Diese sind mit ihrem eigenen Leben schon genug beschäftigt: Sara (Margherita Buy), die älteste Tochter, lebt schon länger in emotionaler Isolation. Sie verbringt die Abende allein zu Hause, immer in Sorge ihrem Sohn Marco könnte etwas zustossen. Eines nachts ruft ein Unbekannter an, der sich nur scheinbar in der Nummer verwählt hat. Könnte er endlich der Mann sein, auf den sie gewartet hat? Rita (Sandra Ceccarelli) scheint als einzige ein normales Familienleben zu führen: sie hat ein schönes Haus, einen liebevollen Mann, Carlo (Marco Baliani), den sie aus Liebe geheiratet hat, und zwei Töchter. Aber der Schein trügt... die Beziehung zu ihrem Mann ist seit der Geburt der jüngsten Tochter Chiara aus dem Lot geraten. Ausserdem gibt es noch den Arzt Davide (Jean-Hugues Anglade), eine alte Jugendliebe. Der Jüngste schliesslich, Claudio (Luigi Lo Cascio), versucht, in die Fusstapfen seines verstorbenen Vaters, eines bekannten Advokaten, zu treten. Gleichzeitig muss er einsehen, dass er seinen Freund Luca und seine Homosexualität nicht mehr länger vor der Familie verheimlichen kann. Christina Comencini ist es gelungen, nicht die Familie an sich zum Zentrum ihres Filmes zu machen, sondern deren Gefühle: Liebe, Treue, Zärtlichkeit, Begierde. Sie durchleuchtet das Innenleben ihrer Figuren, stellt sie aber nicht bloß. Ein zärtlicher Blick auf die Menschen und das, was sie aus Liebe tun." (Presse-Text)

Auszeichnungen:
Grand Prix of the Americas - Montreal Film Festival 2002
Preis der Italienischen Filmkritik - Schauspielerinnen (Virna Lisi, Margherita Buy, Sandra Ceccarelli)
Publikumspreis - Filmfestivals von Montpellier, Villerupt und Créteil

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Der schönste Tag in meinem Leben 
Originaltitel: Il più bel giorno della mia vita (Italien 2002) 
Regie: Cristina Comencini [Tochter des Regisseurs Lugi Comencini];
Darsteller: Virna Lisi ("Die Bartholomäusnacht"; Irene), Margherita Buy (Sara), Sandra Ceccarelli (Rita), Luigi Lo Cascio (Claudio), Marco Baliani (Carlo), Jean-Hugues Anglade (zuletzt: "Taking Lives"; Davide) u.a.; Drehbuch: Cristina Comencini, Lucilla Schiaffino, Giulia Calenda; Produktion: Riccardo Tozzi, Giovanni Stabilini, Marco Chimenz; Ausführender Produzent: Salvatore Grimaudo; Kameraleitung: Fabio Cianchetti; Musik: Franco Piersanti; Länge: 104 Minuten; FSK: ab 6 Jahren; ein Film im Verleih von Movienet Film


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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