16. Oktober 2003 
in Kürze: 

Baltic Storm

"Julia Reuter, Journalistin bei einem deutschen Fernsehmagazin in Berlin, ist Waffenschiebereien auf der Spur. Ihre Recherchen führen sie nach Tallinn in Estland, wo sie am Abend des 27. September 1994 um Haaresbreite das Fährschiff 'Estonia' verpasst, auf dem sich ein LKW mit High-Tech-Waffen befindet.

Erik Westermark ist ein schwedischer Anwalt, der mit seinem 10-jährigen Sohn ein paar Tage vor Estlands Küste gesegelt ist. Auf der 'Estonia' treten er und sein Sohn am gleichen Abend die Rückreise nach Schweden an. Die 'Estonia' erreicht ihren Zielhafen Stockholm nicht. Mitten in der Nacht versinkt sie in den Fluten der Ostsee. Zu den Überlebenden gehört Erik Westermark; das Schicksal seines Sohnes bleibt vorerst ungewiss.

Julia lernt Erik in Stockholm kennen, als sie für ihren TV-Sender die Berichterstattung über die Katastrophe übernimmt. Beide bemerken schnell, dass die eingesetzte Untersuchungskommission sehr darum bemüht ist, die wahren Untergangs-Hintergründe zu vertuschen.

Durch Informationen, die ihnen ein ehemaliger Stasi- und KGB-Agent zuspielt, erfahren sie, dass zwischen den Waffentransporten und dem Untergang ein Zusammenhang besteht. Außerdem finden sie heraus, dass der zweite Kapitän des Schiffes nach seiner Rettung verschwunden ist. Da Erik Westermark seinen Sohn in der Obhut dieses Kapitäns wusste, gibt ihm das neue Hoffnung auf der Suche nach seinem Sohn.

Als sich Julia und Erik hartnäckig um Aufklärung bemühen, geraten sie zwischen die Fronten der verschiedenen beteiligten Geheimdienste und Militärs. Der Wahrheit immer näher kommend, folgen sie schließlich der Spur der Verschwundenen und werden dabei selber zu Gejagten.

Mitten in diesen sich überstürzenden Ereignissen erhalten sie unerwartet Hilfe: von Jan Peters, einem alten Seebären, der an der Ostseeküste lebt. Peters' Frau Ingrid war ebenfalls mit der 'Estonia' untergegangen; seitdem wird er nur noch von dem Gedanken getrieben, ein Versprechen einzulösen, das er seiner Frau einst gab.

Julias investigative Fähigkeiten, gekoppelt mit Eriks unerschütterlicher Hoffnung, seinen Sohn zu finden, und Jans unkonventionellen Methoden machen die drei zu einem letztendlich erfolgreichen Team bei der Suche nach der Wahrheit." (Presse-Text)

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Baltic Storm 
Originaltitel: Baltic Storm (Deutschland / GB 2003) 
Regie: Reuben Leder;
Darsteller: Greta Scacchi (Julia Reuter), Jürgen Prochnow (Erik Westermark), Donald Sutherland (Lou Aldryn), Jürgen Schornagel (Jan Peters), Barbara Schöne (Ingrid Peters), Dieter Laser (Gehrig), Thure Riefenstein (Mika Galt), Axel Milberg (Ovaska), Jürgen Tarrach (Gregor Karpatitsch) u.a.; Drehbuch: Kaj Holmberg, Reuben Leder nach der Buchvorlage der Journalistin Jutta Rabe, der Produzentin des Films; Produktionsfirma: Top Story Filmproduction GmbH; Produktion: Jutta Rabe, Kaj Holmberg; Ausführende Produktion: Mimi Leder (Regisseurin von "Project: Peacemaker", "Deep Impact", "Das Glücksprinzip"), Terence S. Potter, Guy Collins, Keith Cousins, Jaqueline Quella; Coproduzent: David Marlow; Kamera: Nicolas Joray, Robert Nordström; Länge: 116 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih von Buena Vista International


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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