10.06.2010
Der Münchner Eisbach ist die perfekte Welle

Keep Surfing


Keep Surfing: Anarchie vor der Visite: Florian Kummer - Surfer und Arzt (Text: Prokino, Fotoquelle: Prokino, pipelinepictures) Dieser Film ist ein Muss für Surfer, Wassersportbegeisterte und Menschen, die schon immer einmal wissen wollten, wie sich so etwas "anfühlt". Auf eine nahezu philosophische Weise zeigt er den Hauch von Wahnsinn, die Abenteuerlust und den Einklang mit sich selbst, der zum Surfen notwendig ist. Aber auch alle übrigen Kinogänger dürfen sich auf den Film freuen. Warum, das verrät unser Gastrezensent und begeisterter Kitesurfer Hauke Laackmann.

Man nehme seine Freunde, ein Auto, stopfe dieses voll mit dem Nötigsten, vor allem aber Surfmaterial und los geht es zum Roadtrip nach Frankreich. Wer dann allerdings denkt, er wird zu einem entspannten Ritt in die Abendsonne an einem Strand in Biarritz eingeladen, der hat sich getäuscht. Es handelt sich bei den Protagonisten des Dokumentarfilms "Keep Surfing" um "Flusswellenreiter". Mit haarsträubenden Aktionen begeben sie sich bei Hochwasser in die Wellen eines Flusses, um diese zu surfen. Die Besonderheit des Surfens, so macht der Film klar, ergibt sich aus mehreren Faktoren. Zum einen der sich im Fluss bildenden stehenden Welle, in der sich beim Reiten die Reibungskräfte aufheben, zum anderen in der Gefahr des Ertrinkens oder von treibenden Bäumen erschlagen zu werden. Eines darf dabei nicht vergessen werden: ein Funfaktor, der wahrscheinlich kaum zu schlagen sein wird.

Keep Surfing: Die Dreharbeiten an der Großstadtwelle (Text: Prokino, Fotoquelle: Prokino, pipelinepictures)Die Idee zum Film Björn Richie Lobs entstand vor 10 Jahren, als der Regisseur zum ersten Mal die Welle am Eisbach in München sah. Die eigene Leidenschaft zum Surfen und dem Filmemachen gaben dann schließlich den Ausschlag das Filmprojekt zu starten.
Die vorgestellten Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Einen, den es in den Profi-Surfsport gezogen hat, einer der seinem Ich nach Sardinien folgt und Didgeridoos baut, einer, der nach seinem Dienst im Krankenhaus auf seinem Skateboard zum Fluss fährt, und doch haben sie eines gemein: die Liebe zu "Ihrer" Welle im Herzen Münchens, im Eisbach.

Keep Surfing: Quirin Rohleder - Vom Eisbach an die besten Surfspots der Welt (Text: Prokino, Fotoquelle: Prokino, pipelinepictures)Diese Dokumentation zeichnet sich durch aufwendige Kameraeinstellungen von Booten, von den Surfbrettern selbst und auch über der Welle aus, die dem Zuschauer eine faszinierende Nähe zum Geschehen übermittelt. Sie zeigt die ungefilterte Leidenschaft von Männern und Frauen für einen Sport, der ihr Leben bedeutet. Wunderschöne Kameraeinstellungen fangen nicht nur die Kraft und Reinheit der Natur sondern auch ihre Gefahren ein. Auch für "Ungläubige" ein atemberaubender Film, der Begeisterung schaffen wird.  

Hauke Laackmann / Wertung: * * * * (4 von 5) 
 

Quelle der Fotos: Prokino / pipelinepictures

 
Filmdaten 
 
Keep Surfing   
 
Deutschland 2009
Regie: Björn Richie Lob;
Produktion: Björn Richie Lob, Tobias Siebert; Assoziierte Produzenten: Hendrik Hölzemann, Benjamin Quabeck, Eva Stadler; Co-Produktion: Florian Beck, Ansgar Frerich, Uwe Kiefer; Kamera: Lars Liebold, Björn Richie Lob; Musik: Philip Stegers; Länge: 94 Minuten; FSK: ab 6 Jahren; ein Film im Verleih von Prokino; deutscher Kinostart:20. Mai 2010



Artikel empfehlen bei:  Mr. Wong Delicious Facebook  Webnews Linkarena  Hilfe

© filmrezension.de

home
  |  suche   |  wap  |  e-mail
 über uns  |  impressum  


 
 
 
 
 
Offizielle Seite zum Film
<10.06.2010>


Zitat

"Feigheit macht jede Staatsform zur Diktatur."

Regisseur Wolfgang Staudte

Drucken

Artikel empfehlen
Mr. Wong Delicious Facebook Webnews Linkarena 
Hilfe