13.04.2017

Ender's Game
- Das große Spiel

In baldiger Zukunft attackiert eine insektenartige Alienrasse die Erde und Millionen Menschen sterben – erst der heldenhafte Einsatz des Kommandanten Mazer Rackham (Ben Kingsley) kann den Untergang abwenden. Einige Jahre später rekrutiert Colonel Graff (Harrison Ford) auch Kinder für das Militär, um die erwartete neue Angriffswelle zu überstehen. Als größtes Talent der Weltraum-Kadettenschule erweist sich der zurückhaltende Ender Wiggin (Asa Butterfield), der nicht nur die besten Kampfstrategien entwickelt, sondern nach anfänglichen Reibereien auch seine Kameraden um sich versammelt. Für Graff ist Ender eine Art Auserwählter und schon bald muss sich der Junge in der alles entscheidenden Schlacht beweisen.

"Das hier ist ein Boot Camp!" bellt Harrison Ford seinen "Frischlingen" gleich zu Beginn der Ausbildung entgegen. In der Weltraumstation herrscht ein zackiger militärischer Drill, der sich insbesondere daran reibt, dass die Soldaten minderjährig sind. Warum gerade Kinder die große Kriegshoffnung sind, begründet die Bestsellerverfilmung mit Schlagwörtern wie "besseres Lernvermögen" und "schnellere Reaktionszeit" nur am Rande. Vielmehr konzentriert sich der Regisseur Gavin Hood ("Tsotsi") auf die Heldenreise des Protagonisten, der das selbstständige Denken nie aufgibt und Probleme strategisch klug löst. Leider sind einige Ereignisse allzu platt und unlogisch, bis eine stimmige Wendung das Grundmotiv "Spiel vs. Realität" sinnvoll abschließt.



Diese Filmkritik ist zuerst erschienen bei fluter.de.

 

Christian Horn / Wertung: * * (2 von 5)



Filmdaten

Ender's Game - Das große Spiel
(Ender's Game)

USA 2012
Regie: Gavin Hood;
Darsteller: Asa Butterfield (Ender Wiggin), Hailee Steinfeld (Petra Arkanian), Viola Davis (Major Gwen Anderson), Harrison Ford (Colonel Graff), Abigail Breslin (Valentine Wiggin), Ben Kingsley (Mazer Rackham), Aramis Knight (Bean), Suraj Parthasarathy (Alai), Moises Arias (Bonzo Madrid), Khylin Rhambo (Dink Meeker), Nonso Anozie (Sergeant Dip) u.a.;
Drehbuch: Gavin Hood nach dem gleichnamigen Buch von Orson Scott Card; Produzenten: Orson Scott Card, Robert Chartoff, Lynn Hendee, Alex Kurtzman, Linda McDonough, Roberto Orci, Gigi Pritzker, Ed Ulbrich; Kamera: Donald McAlpine; Musik: Steve Jablonsky; Schnitt: Lee Smith, Zach Staenberg;

Länge: 113,53 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; deutscher Kinostart: 24. Oktober 2013



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Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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