12. Mai 2005 
in Kürze: 

Weiter als der Mond

"Für die neunjährige Caro, die in einem kleinen holländischen Dorf aufwächst, fängt gleich hinter dem Mond der Himmel an. Daher kann sie sich auch nicht vorstellen, dass Gott die mit Spannung erwartete Mondlandung von Apollo 11 erlauben würde. Es ist das Jahr 1969, die Begeisterung für neue Technologie ist groß, und niemand teilt Caros Sorgen. Mit ihrem Lehrer gerät sie darüber in Streit. Ihre Geschwister sind teilnahmslos und gleichgültig. Nur ihr Vater hat auch große Schwierigkeiten mit der modernen Technik, die überall auf dem Vormarsch ist – allerdings ganz anderer Art als Caro. Er liebt seinen Bauernhof und seine Schweine, sträubt sich aber dagegen, die Probleme, vor die ihn die neuen Technologien stellen, zu lösen. Weil die Verantwortung für seine große Familie – das sechste Kind ist unterwegs – auf ihm lastet, flüchtet er sich immer mehr in den Alkohol. Oder spielt an nüchternen Tagen den Familienclown.

Als Caros Erstkommunion näher rückt, schließt sie mit ihrem Vater einen Pakt: Sie überwindet ihre panische Angst vorm Schwimmen, und er rührt bis zu ihrer Kommunion keinen Tropfen Alkohol mehr an. Doch der Vater hält nicht durch und versetzt während der Kommunionsfeier die eingeladenen Nachbarn und Freunde in Entsetzen. Caro beginnt daraufhin, alles zu hinterfragen, sogar ihren Glauben. Immer stärker wird das Gefühl, dass sie ihrem Leben hilflos ausgeliefert ist. Als eines Nachts auch noch alle Schweine sterben, zieht sich ihr Vater in eine tiefe Apathie und Gleichgültigkeit zurück. Erst als die Familie eine neue Schweineherde bekommt, scheint neue Hoffnung und Glaube in die Familie zurückzukehren. Caro hat unterdessen – auch dank des Pakts mit ihrem Vater – ihre Angst vorm Wasser überwunden und Schwimmen gelernt. Und, was noch viel wichtiger ist, sie hat eine neue Einstellung zum Leben gefunden."
(Text: Movienet Film)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Weiter als der Mond (Niederlande 2003) 
Regie: Stijn Coninx;
Darsteller: Huub Stapel (Mees Sr.), Johanna Ter Steege (Ita), Neeltje de Vree (Caro), Nyk Runia (Mees jr.), Yannic Pieters (Bram), Julia van Litsenburg (Annette), Isabel Leur (Lettie), Anneke Blok (Tante Connie) u.a.; Drehbuch: Jacqueline Epskamp; Produktion: Els Vandevorst und Ineke van Wierst, Isabella Films; Kamera: Walther Vanden Ende; Musik: Henny Vrienten; Gefördert durch: Dutch Film Fund, CoBO Fund, Rotterdam Fund for film and audiovisual media, Fonds Film in Vlaanderen and Vlaams Audiovisual Fonds, Centre du Cinema et de l’Audiovisuel de la Communauté française de Belgique et des télédistributeurs wallons, Filmstiftung NRW, Danish Film Institute, Eurimages; Länge: 104 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih von Movienet Film


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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