12. Januar 2006 
in Kürze: 

War'n Sie schon mal in mich verliebt?

"Max Hansen ist einer der großen Unterhaltungsstars der Weimarer Republik. Er ist einer der Gründer des legendären 'Kabarett der Komiker'. In der Rolle des Kellners Leopold im Musical 'Im weißen Rössl' (Berlin 1930) feiert er Erfolge. Kabarettistische Streiche und jüdische Abstammung bremsen jedoch seine Karriere nach Hitlers Machtübernahme jäh.
Nach einer Zwischenstation in Wien, wo er 'nebenbei' Zarah Leander entdeckt, baut sich Hansen in Skandinavien eine neue Existenz auf. Es gelingt ihm, eine neue Biografie zu inszenieren und sich den 'Arier-Nachweis' zu beschaffen.

Doch die Angst bleibt unbesiegt: Hansen kehrt nicht nach Deutschland zurück. Das Porträt eines vergessenen Superstars und ein eindrücklicher Rückblick auf die Weimarer Republik, mit den subtilen Bildern von Igor Luther ('Die Blechtrommel') und der kontrastierenden Musik von Haindling.

'Wahrlich ein schweres Thema, und doch eine liebevolle, mit Leichtigkeit erwirkte Annäherung, auch dank der wunderbaren Zeitzeugen, u. a. Brigitte Mira in ihrem allerletzten Film. Die vergessene Liebesgeschichte eines Volkes zu einem ihrer großen Stars.' Peter Zander, Berliner Morgenpost / Die Welt ..."
(Text: GMfilms)

Dokumentarfilm

Notiz:
Der Filmtitel leitet sich von einer Liedzeile ab.
1928 stand Max Hansen auf der Bühne und spottete mit ihr über Adolf Hitler, das Gerücht um dessen mögliche Homosexualität nutzend.


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: War'n Sie schon mal in mich verliebt? (Deutschland 2005) 
 
Regie: Douglas Wolfsperger ("Bellaria - So lange wir leben!");
Mitwirkende: Brigitte Mira, Volker Kühn, Gerda Sasse, Eva Reinhardt, Ann-Mari Max Hansen, Max Hansen jr. u.a.; Produktion: Icon Film; Kamera: Igor Luther; Musik: Haindling; Länge: 89 Minuten; Schwarzweiß und Farbe; Originalfassung (dk., dt., engl., schwed.) mit dt. Untertiteln; ein Film im Verleih von GMfilms; Film-Homepage: http://www.gmfilms.de/gmfilmswar'nsies.html


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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