4. Juli 2002 
in Kürze: 

Waking Life

"'Es war, als hätt' ich mich in ein alternatives Universum begeben'

'Mann, ich hatte letzte Nacht einen total abgefahrenen Traum...' Was, wenn du nicht mehr aus deinem Traum erwachst? Was, wenn sich dein Traum als Realität herausstellen sollte? Oder die Realität als Traum?
'Waking Life' von Richard Linklater ist die Geschichte eines jungen Mannes, der erkennen muss, dass er in seinem Traum gefangen ist. Immer wieder wacht er auf, nur um festzustellen, dass er noch lange nicht in der Realität angekommen ist. Er sucht Rat bei Freunden wie Fremden, die komplizierte philosophische Theorien entwickeln oder einfachste Alltagsweisheiten von sich geben. Und zwischendurch entschwebt er in die Lüfte. 
Der Wachtraum wird durch passende Bilder suggeriert: Zuerst auf Digital-Video gedreht, mit Wiley Wiggins (aus Linklaters 'Dazed and Confused') in der Hauptrolle und Gastauftritten von Ethan Hawke, Julie Delpy und Steven Soderbergh, wurde der Film durch ein originelles Rotoskopie-Verfahren am Computer digital verfremdet: Die Aufnahmen wurden 'übermalt', die Darsteller zu Comicfiguren - und die Dingwelt verflüssigt sich, wie das nur in Träumen geschieht. 
Animation, wie man sie noch nie gesehen hat. Ein Film, der Träume umsetzt und Traumdeutungen gleich mitliefert. Der gedankenschwere Überlegungen in einem federleichten Bilderrausch darbringt. Eine Grenzüberschreitung – inhaltlich wie formal. Auf dem Sundance Filmfestival wurde 'Waking Life' im vergangenen Jahr gefeiert, in Venedig erhielt er den 'Spezialpreis für das Kino der Zukunft'." (Presse-Text)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Waking Life Originaltitel: Waking Life (USA 2002) 
Regie: Richard Linklater ("Slacker", "Before Sunrise", "Suburbia"); Art Direction: Bob Sabiston; Darsteller: Wiley Wiggins, Trevor Jack Brooks, Lorelei Linklater, Glover Gill, Lara Hicks, Ames Asbell, Leigh Mahoney, Sara Nelson, Jeanine Attaway, Erik Grostic, Bill Wise, Robert C. Solomon, Kim Krizan, Eamonn Healy, J. C. Shakespeare, Ethan Hawke, Julie Delpy, Charles Gunning, David Sosa, Alex Jones, Otto Hofmann, Aklilu Gebrewold, Carol Dawson, Lisa Moore, Steve Fitch, Louis Mackey, Steven Soderbergh, Charles Murdock, Mona Lee, Edith Mannix, Bess Cox, Louis Black, Richard Linklater u.a.; Drehbuch: Richard Linklater; Ausführende Produzenten: Jonathan Sehring, Caroline Kaplan, John Sloss; Produktion: Palmer West, Jonah Smith, Tommy Pallotta, Anne Walker-McBay; Schnitt: Sandra Adair; Musik: Glover Gill, Tosca Tango Orchestra; Länge: 100 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih von Twentieth Century Fox; Film-Homepage: http://www.wakinglife.de


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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