30. September 2004 
in Kürze: 

The Fog of War

"Der mit dem Oscar® ausgezeichnete Dokumentarfilm 'The Fog of War' ist ein ... Zeitdokument über den ehemaligen US-Verteidigungsminister Robert S. McNamara [heute, im Jahr 2004, 87 Jahre alt; Red.]. Offen und selbstkritisch reflektiert er über Kriege und Krisen, über Entscheidungen, die Hunderttausenden von Menschen das Leben gekostet haben ­ vom Zweiten Weltkrieg bis hin zu Kuba und Vietnam. Packende historische Einsichten aus erster Hand und Zeitdokumente verbinden sich mit überlebenswichtigen Fragen zu den Herausforderungen von heute.

… Warum war das vergangene Jahrhundert eines der zerstörerischsten und tödlichsten in der ganzen Geschichte der Menschheit?
… Sind wir dazu verurteilt, unsere Fehler zu wiederholen?
… Sind wir frei genug, wählen zu können, oder sind wir unerbittlichen historischen Kräften und Ideologien ausgeliefert?

Die Verbindung von ... Archivmaterial und neu freigegebenen Aufzeichnungen aus dem Weißen Haus ­ Gespräche, die McNamara mit John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson geführt hat ­ untermalt von der Filmmusik von Oscarpreisträger Philip Glass, macht den Film zu einem beunruhigenden und kraftvollen Essay über Krieg, Verstand und die menschliche Natur.

'The Fog of War' wurde auf dem Münchner Filmfest in der Reihe Independent Film zum ersten Mal der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt. Die Mitglieder des internationalen Gerichtshofes in Den Haag konnten sich den Film bereits im März diesen Jahres ansehen und in einer anschließenden Veranstaltung mit Robert S. McNamara und Errol Morris diskutieren." (Presse-Text)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: The Fog of War 
Originaltitel: The Fog of War (USA 2003) 
Regie: Errol Morris;
Musik: Philip Glass; Länge: 107 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih von Movienet Film


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Robby Müller hat das Handwerk und die Kunst der Kameraführung und des Lichtsetzens erneuert und vorangetrieben. Er konnte wie kaum ein anderer in seinen Bildern Stimmungen erfassen und Zustände beschreiben, die mehr über Charaktere erzählten als Dialoge und dramaturgische Strukturen. Er wusste, wie man für eine Geschichte und einen Film ein ganz eigenes Klima erzeugt, in dem seine Figuren im wahrsten Sinne des Wortes 'gut aufgehoben' waren. Für eine Handvoll Filmemacher war er der wichtigste Wegbegleiter."

Regisseur Wim Wenders zum Tode des Kameramanns Robby Müller (04.04.1940 - 03.07.2018)

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