6. September 2001 
in Kürze: 

Super-8-Stories

Der jugoslawische Regisseur Emir Kusturica hat einen Dokumentarfilm über die Band "No Smoking" gedreht, bei der er selber Gitarrist ist und die für die Musik in Kusturicas Film "Schwarze Katze, weißer Kater" verantwortlich gezeichnet hat. Die Band, vor zwanzig Jahren in Sarajevo gegründet, hat alle bisherigen politischen Krisen und Kriege Jugoslawiens überstanden; auch diesem Thema widmet sich der Musik-Film.
Emir Kusturica: "'No Smoking' sind ein bisschen mehr als nur eine Rock'n'Roll-Band. Sie sind ein Phänomen, das in den 80er Jahren den Tonfall und die Sprache der Musik nicht nur in Sarajevo, sondern in ganz Jugoslawien verändert hat. Inzwischen haben die unterschiedlichsten Musikstile des Balkans Spuren in ihrer Musik hinterlassen - in einer explosiven Mischung aus Jazz und Zigeunermusik, in der südserbische Trompeten ebenso eine Rolle spielen wie die Melancholie asiatischer Einflüsse." (zitiert nach dem Berlinale-Katalog).
Der Film lief bei der Berlinale 2001 im Hauptprogramm außer Konkurrenz (d. h. nicht im Wettbewerb).

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Super-8-Stories Originaltitel: Super 8 Stories by Emir Kusturica (Deutschland / Italien 2001) 
Darsteller, bestehend aus den Mitgliedern des "No Smoking Orchestra": Stribor Kusturica (Drums), Zoran Marjanovic Ceda (Percussion), Goran Markovski Glava (Bass), Nenad Gajin Coce, Emir Kusturica (Gitarren), Drazen Jankovic (Keyboard), Aleksandar Balaban (Tuba), Nenad Petrovic (Saxophon), Zoran Milosevic (Akkordeon), Dejan Sparavalo (Violine), Dr. Nelle Karajlic (Sänger); Produzenten: Carlo Cresto-Dina, Raimond Goebel; Regie: Emir Kusturica; Länge: 92 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; Farbe und schwarz-weiß 


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Robby Müller hat das Handwerk und die Kunst der Kameraführung und des Lichtsetzens erneuert und vorangetrieben. Er konnte wie kaum ein anderer in seinen Bildern Stimmungen erfassen und Zustände beschreiben, die mehr über Charaktere erzählten als Dialoge und dramaturgische Strukturen. Er wusste, wie man für eine Geschichte und einen Film ein ganz eigenes Klima erzeugt, in dem seine Figuren im wahrsten Sinne des Wortes 'gut aufgehoben' waren. Für eine Handvoll Filmemacher war er der wichtigste Wegbegleiter."

Regisseur Wim Wenders zum Tode des Kameramanns Robby Müller (04.04.1940 - 03.07.2018)

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