29. September 2005 
in Kürze: 

Stage Beauty

"Maria ist die Garderobiere des berühmtesten Schauspielers seiner Zeit – Edward 'Ned' Kynaston, der vor allem durch seine Verkörperung der Desdemona in Shakespeares 'Othello' zu Starruhm gelangte. Wir schreiben die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts und auf englischen Bühnen sind ausschließlich Männer erlaubt. Aber Maria ist nicht nur Neds Garderobiere, sie ist auch heimlich in ihn verliebt. Und sie würde gerne selber auf der Bühne stehen.

Da Frauen per königlichem Gesetz das Spielen verboten ist, 'borgt' sie sich die verschwenderischen Kleider von Kynaston und tritt heimlich in einer zwielichtigen Schenke auf - mit großem Erfolg. King Charles II ist derweil der klassischen Theaterinszenierungen müde, zumal niemand auf seinen Vorschlag eingeht, 'Othello' mit ein paar Späßen aufzulockern. Mit ein bisschen Nachhilfe von seiner kecken, theaterbegeisterten Mätresse Nelly Gwyn entscheidet er, dass ab sofort nur noch 'echte' Frauen auf der Bühne Frauen verkörpern sollten.

So muss Ned Kynaston buchstäblich über Nacht die Bretter, die für ihn Welt bedeuten, verlassen und Maria wird der neue Star am Theaterhimmel. Vom Rampenlicht ausgeschlossen, scheint Ned den Boden unter seinen Füßen zu verlieren, bis Maria ihn sucht und auf die Bühne zurückbringt..."
(Text: Senator Film)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Stage Beauty 
Originaltitel: Stage Beauty (GB 2003) 
Regie: Richard Eyre;
Darsteller: Billy Crudup (Ned Kynaston), Claire Danes (Maria), Rupert Everett (King Charles II), Tom Wilkinson (Betterton), Zoe Tapper (Nell Gwynn), Richard Griffiths (Sir Charles Sedley), Ben Chaplin (George Villiars, Duke of Buckingham), Hugh Bonneville (Samuel Pepys), Edward Fox (Sir Edward Hyde) u.a.; Drehbuch: Jeffrey Hatcher nach seinem eigenen Theaterstück; Produktion: Rachel Cohen, Robert De Niro, Michael Dreyer, Richard Eyre, Hardy Justice, Michael Kuhn, Amir Jacob Malin, Malcolm Ritchie, Jane Rosenthal, James D. Stern, Jill Tandy; Kamera: Andrew Dunn; Musik: George Fenton; Länge: 109 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih der Senator Film Verleih GmbH


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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