22. Dezember 2005 
in Kürze: 

Organize Isler
- Krumme Dinger am Bosporus

"Istanbul, Stadt der krummen Dinger und ein Kleinganovenparadies, insbesondere für solche wie Asim Noyan (Yilmaz Erdogan), der sich als Bandenkopf mit dem Verkauf gestohlener Autos an ahnungslose Interessenten über Wasser hält.
Von seiner Frau verlassen, sucht er mit anatolischem Schnauzbart und Goldkettchen über der behaarten Brust reichlich Trost bei fremden Röcken. Ständig auf der Flucht vor den gehörnten Ehemännern, stolpert er eines Tages in die Kellerwohnung des chronisch erfolglosen Superman-Parodisten Samet (Tolga Cevik). Dieser ist gerade dabei seinem Leben ein Ende zu bereiten...

Ein paar Straßenzüge weiter sitzt der erfolglose Soziologe Yusuf Ziya Ocak in einer kleinen Buchhandlung. Er leidet unter dem mangelnden öffentlichen Interesse an seiner aktuellen Publikation. Aber just am selben Tag bringt ihm ein unverhoffter Literaturpreis dann doch die langersehnte wissenschaftliche Anerkennung und einen nicht minder großen Geldsegen. Mit seiner Frau Nuran (Demet Akbag) zusammen beschließt er, seiner Tochter Umut (Özgü Namal) von dem Preisgeld ein Auto zu schenken. Aber der Traum vom Luxus ist kurz. Schon die erste Spritztour mit dem Fahrzeug endet für Umut auf der Polizeistation. Auto weg, Geld weg und eine Anzeige von der Polizei am Hals. Was nun?

Umut sinnt auf Rache. Um die Betrüger mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen, schreckt sie vor nichts zurück. Da kommt ihr die zufällige Bekanntschaft mit dem großen Mafiaboss Müslüm Duralmaz (Cem Yilmaz) gerade recht. Dieser ergeht sich nicht nur in geistiger Überhöhung und philosophischer Sinnstiftung des organisierten Verbrechens. Manchmal greift er auch zum Golfschläger..."
(Text: Tobis)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Organize Isler - Krumme Dinger am Bosporus 
Originaltitel: Organize Isler (Türkei 2005) 
Regie: Yilmaz Erdogan;
Darsteller: Yilmaz Erdogan (Asim Noyan), Tolga Cevik (Süpermen Samet), Demet Akbag (Prof. Nuran), Altan Erkekli (Sosyolog Yusuf Ziya Ocak), Özgü Namal (Umut Ocak), Cem Yilmaz (Müslüm Duralmaz) u.a.; Produktion: Necati Akpinar; Kamera: Ugur Icbak; Länge: 108 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih der Tobis Film GmbH & Co. KG


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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