19. Februar 2004 
in Kürze: 

Die Nacht singt ihre Lieder

"Ein junges Paar in der Großstadt. Sie (Anne Ratte-Polle) ist voller Energie und Lebenslust; sie will Spaß haben und glücklich sein. Er (Frank Giering) ist der Vater ihres gemeinsamen Babys und Schriftsteller, doch sein Leben ist ins Stocken geraten. Niemand will drucken, was er schreibt, und mit jeder Absage schwindet die Hoffnung auf künstlerischen Erfolg. So sitzt er den ganzen Tag auf dem Sofa und liest.

Aber die junge Frau lässt nicht locker; sie will mehr vom Leben. Sie ermutigt ihn, sie provoziert ihn, sie drängt raus aus der Enge ihres Alltags. Die Schwiegereltern (Manfred Zapatka, Marthe Keller) kündigen ihren Besuch an. Sie möchten den Enkel sehen. Doch dann sind sie ebenso schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen sind.

Halb ratlos, halb trotzig zieht die junge Frau nachts durch die angesagten Clubs der Stadt. Sie tanzt, sie flirtet, sie amüsiert sich. Hinter allem steht auch die Sehnsucht nach etwas Anderem, etwas Authentischem, etwas Sicherem, nach Liebe, nach Geborgenheit vielleicht. Sie kehrt zurück. Und doch hat sich alles radikal verändert. Die Nacht singt ihre Lieder..." (Presse-Text)

Ein Film im Wettbewerb der 54. Berlinale 2004

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Die Nacht singt ihre Lieder (Deutschland 2003)  
Regie: Romuald Karmakar ("Der Totmacher", "Manila", "Das Himmler-Projekt");
Darsteller: Frank Giering (der junge Mann), Anne Ratte-Polle (die junge Frau), Manfred Zapatka (Vater), Marthe Keller ("Der Marathon-Mann", "Fedora"; Mutter), Sebastian Schipper (Baste) u.a; Live Act: Captain Comatose; Drehbuch: Romuald Karmakar nach der Vorlage von Jon Fosse; Produktion: Romuald Karmakar; Ausführende Produzenten: Harald Will (Pantera Film), Udo Happel (Studio Babelsberg Motion Pictures), Ernst Ludwig Ganzert (Eikon Media), Mathias Schwerbrock (Cronaca Film); Kamera: Fred Schuler; Musik: Swans, Henry Purcell, Michael Mayer, Captain Comatose, Chris & Carla, Maximilian Hecker; Länge: 95 Minuten; FSK: ab 6 Jahren; ein Film im Verleih von Prokino; Film-Homepage: http://www.die-nacht-singt-ihre-lieder.de


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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