21. Juli 2005 
in Kürze: 

Meeresfrüchte

"Es ist Sommer. Zum ersten Mal reist Marc (Gilbert Melki) mit seiner Frau Béatrix (Valeria Bruni-Tedeschi) und den Kindern in das Haus am Mittelmeer, in dem er als Teenager immer die Ferien verbrachte. Obwohl der Mistral bläst und das Meer noch kühl ist, weckt die sommerliche Hitze allmählich Sinne und Sehnsüchte. Die Tochter Laura (Sabrina Seyvecou) wartet sehnlichst auf die Ankunft ihres Freundes, der sie mit seinem Motorrad aus dem Familientrott befreien soll. Ihr Bruder Charly (Romain Torres) wartet auf Martin (Édouard Collin), der sich in Charly verliebt hat, aber Charly ist nicht schwul. 

Beatrix spürt die angespannte Atmosphäre zwischen den Jungen und bildet sich ein, ihr Sohn wäre schwul. Nicht besonders beeindruckt von ihrer Vermutung, erzählt sie Marc davon, den das ziemlich aufwühlt. Mit der Ankunft von Mathieu (Jacques Bonnaffé), dem Liebhaber von Béatrix, wird die Situation nur noch turbulenter. Denn er möchte, dass sie für ihn ihren Mann verlässt. So verlaufen die Sommerferien ganz anders als ursprünglich vorgesehen. Das nächtliche Hin und Her samt zugeschlagener Türen stellt sehr bald das Liebesleben aller Familienmitglieder auf den Kopf."
(Text: Prokino)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Meeresfrüchte 
Originaltitel: Crustacés et coquillages (Frankreich 2004) 
Regie: Olivier Ducastel und Jacques Martineau ("Mein wahres Leben in der Provinz");
Darsteller: Valeria Bruni-Tedeschi (Béatrix), Gilbert Melki (Marc), Jean-Marc Barr (Didier), Jacques Bonnaffé (Mathieu), Edouard Collin (Martin), Romain Torres (Charly), Sabrina Seyvecou (Laura), Yannick Baudin (Michaël, der Motorradfahrer) u.a.; Drehbuch: Olivier Ducastel und Jacques Martineau; Produktion: Nicolas Blanc; Assoziierte Produktion: Robert Guédiguian; Kamera: Matthieu Poirot-Delpech; Musik: Philippe Miller; Länge: 95 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih von Prokino; Film-Homepage: http://www.meeresfruechte-film.de


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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