7. April 2005 
in Kürze: 

Katze im Sack

"Eine flüchtige Begegnung im Zug nach Leipzig:
Der Herumtreiber Karl (Christoph Bach) trifft auf die Kellnerin Doris (Jule Böwe). Als sie sich gegenseitig bestehlen, ist das fast der Anfang einer Liebesgeschichte. Beide verbindet eine innere Leere. Karl betäubt sie durch eine Überdosis Gegenwartsabenteuer. Doris sucht Zuflucht in der voyeuristisch geprägten Beziehung zu dem älteren Brockmann (Walter Kreye), einem Stammgast der Karaoke-Bar, in der sie kellnert.
Eine ungewöhnliche Wette bildet schließlich den Startschuss zu einer Reise ans Ende der Nacht. Getrennt voneinander begegnen sie sexwilligen Schwestern, volltrunkenen Gesangstalenten und einem abenteuerlustigen Zocker. Die Nacht dreht sich immer schneller um die beiden und je weiter sie sich im Taumel voneinander entfernen, desto stärker wächst die Sehnsucht nach dem anderen. Am Ende dieser Schicksalsnacht gibt es einen Toten. Und im Morgengrauen eine Hoffnung auf Liebe."
Text: Jetfilm, zitiert nach dem Katalog des Filmfestivals Max-Ophüls-Preis 2005

Autor Michael Proehl erhielt bei dem Filmfestival die Auszeichnung für das Beste Drehbuch. 

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Katze im Sack (Deutschland 2004) 
Regie: Florian Schwarz;
Darsteller: Jule Böwe (Doris), Christoph Bach (Karl), Walter Kreye (Brockmann), Olaf Burmeister, David Scheller, Andrea Cleven, Thorsten Michaelis, Laura Charlotte Syniawa, Dirk Borchardt, Marlene Marlow u.a.; Drehbuch: Michael Proehl; Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg; Koproduktion: HR, ARTE; Kamera: Philipp Sichler; Musik: Fabian Römer; Länge: 86 Minuten; FSK: ab 16 Jahren; ein Film im Verleih von Jetfilm Verleih


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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