27. November 2003 
in Kürze: 

Die Invasion der Barbaren

"17 Jahre nach ... 'Der Untergang des amerikanischen Imperiums' versammelt Regiezauberer Denys Arcand seine damaligen Helden erneut vor der Kamera - und sie erweisen sich zwar als alternde, dennoch überaus virile Herrschaften: Weil der ehemalige Geschichtsprofessor und Sozialist Rémy demnächst den Folgen seiner Krankheit erliegen wird, eilen der ignorante Yuppie-Sohn Sébastien, sowie Exfrau und Exgeliebte an dessen Krankenbett. Sébastien, vom Vater 'Prinz der Barbaren' genannt, zieht sich ob seines kapitalistischen Lebenswandels zwar täglich dessen Schimpftiraden zu, ermöglicht Rémy jedoch durch die Beschaffung einer täglichen Heroin-Dosis und anderer Annehmlichkeiten einen entspannten Abgang.
Arcands zwerchfellerschütternde und dennoch zu Herzen gehende Familienfabel ist Weltgeschichte 'put in a nutshell'.

Der Publikumshit der Filmfestspiele in Cannes wurde in den Kategorien 'Bestes Drehbuch' (Denys Arcand) und 'Beste Hauptdarstellerin' (Marie-Josée Croze) ausgezeichnet. Paris Match verlieh dem Film darüber hinaus noch augenzwinkernd die 'Palme de l’émotion'." (Presse-Text)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Die Invasion der Barbaren 
Originaltitel: Les Invasions Barbares (Kanada / Frankreich 2003) 
Regie: Denys Arcand ("Der Untergang des amerikanischen Imperiums", "Jesus von Montreal");
Darsteller: Rémy Girard (Rémy), Stéphane Rousseau (Sébastien), Marie-Josée Croze (Nathalie), Marina Hands (Gaëlle), Dorothée Berryman (Louise), Johanne Marie Tremblay (Schwester Constance), Pierre Curzi (Pierre), Yves Jacques (Claude), Louise Portal (Diane), Dominique Michel (Dominique), Mitsou Gelinas (Ghislaine), Isabelle Blais (Sylvaine) u.a.; Drehbuch: Denys Arcand; Produzenten: Denise Robert, Daniel Louis; Co-Produzentin: Fabienne Vonier; Kamera: Guy Dufaux; Musik: Pierre Aviat; Länge: 99 Minuten; FSK: ab 12 Jahren; ein Film im Verleih von Prokino; Film-Homepage: http://www.die-invasion-der-barbaren.de


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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