6. Oktober 2005 
in Kürze: 

Der Duft von Lavendel

"Ursula und Janet Widdington, zwei in die Jahre gekommene Schwestern (Judi Dench und Maggie Smith) führen ein einfaches Leben an der wildromantischen Küste Cornwalls. Tägliche Spaziergänge an den zerklüfteten Stränden gehören ebenso dazu wie die Arbeit im stilvollen Garten. Nichts scheint die komische Atmosphäre der späten 30er Jahre stören zu können. Eines Tages wird Andrea (Daniel Brühl), ein Schiffbrüchiger, an jene Küste gespült. Der junge Pole versteht kein Englisch, mühsam verständigt Janet sich mit ihm auf Deutsch. Während er das Krankenbett hütet, beginnt Ursula, ihm die wichtigsten englischen Wörter beizubringen.

Über das Zugestoßene weiß Andrea nichts zu berichten. Dennoch wird er liebevoll umsorgt, und Ursula findet mehr als nur Gefallen an ihm. Sein bisheriges Leben lüftet sich, als er eine Geige in die Hand bekommt. Einst war Andrea ein hochbegabter Violinvirtuose aus Krakau, der vor den Wirren des Zweiten Weltkriegs geflohen ist. Janet steht dem Einbruch in ihre wohlgeordnete Welt sehr verhalten gegenüber. Misstrauisch stellt sie fest, dass Ursulas Verlangen nach Nähe zu dem jungen Mann stetig wächst. Doch mit dessen Genesung kehrt auch sein Drang nach Freiheit zurück. Als dann noch die junge Exilrussin Olga Daniloff (Natascha McElhone) auf den Plan tritt, bricht für Ursula eine Welt zusammen..."
(Text: Concorde Film)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Der Duft von Lavendel 
Originaltitel: Ladies in Lavender (GB 2004) 
Regie: Charles Dance;
Darsteller: Judi Dench (Ursula), Maggie Smith (Janet), Daniel Brühl (Andrea), Natascha McElhone (Olga), Miriam Margolyes (Dorcas), David Warner (Dr Mead), Clive Russell (Adam Penruddocke) u.a.; Drehbuch: Charles Dance basierend auf der Short story "Ladies in Lavender" von William J. Locke; Produktion: Nicolas Brown, Elizabeth Karlsen, Nik Powell; Ausführende Produktion: Robert Jones, Emma Hayter, Bill Allan, Charles Dance, Terrence Yason, Michael Whyke, Ian Prior; Kamera: Peter Biziou; Musik: Nigel Hess; Länge: 104 Minuten; FSK: ohne Altersbeschränkung; ein Film im Verleih von Concorde Film


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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