23. Juni 2005 
in Kürze: 

Bin ich sexy?

"Die fünfzehnjährige Mareike (Marie-Luise Schramm) lebt mit ihrer allein erziehenden Mutter Jutta (Birge Schade), ihrer Schwester Franca (Johanna Fritz), ihrem Bruder Tim (Ismail Streit) und einigen Hühnern in einem Vorort von Mannheim.

Die Stimmung zuhause ist angespannt, das Geld in der Familie immer knapp. Da sind Mareikes ehrgeizige Pläne, eine teure Modelausbildung zu machen, nicht willkommen. Dass die pubertierende Realschülerin, die vom Titel der 'Miss Baden-Württemberg' träumt, zudem pummelig ist und nicht unbedingt dem klassischen Modelideal entspricht, vereinfacht die Situation nicht.

Doch Mareike arbeitet hart, um ihrem Ziel näher zu kommen und lässt sich dafür einiges einfallen. Um ihren Schwarm Samir (Ahmet Olgan), einen arabischstämmigen Jungen, zu beeindrucken, belegt Mareike auf Rat ihrer Freundin sogar einen Bauchtanzkurs, der für alle sichtbar einen Schub an Lebensfreude und Zuversicht bewirkt.

Doch dann beginnen Mareike die Haare auszufallen. Eine Autoimmunstörung wird festgestellt, gegen die die Ärzte machtlos sind. Ein Leben mit Glatze? Für den Teenager bricht die Welt zusammen, und die kleine Familie wird auf eine harte Probe gestellt."

Wettbewerbsfilm des Filmfestivals Max-Ophüls-Preis 2005
(Text: Arsenal Filmverleih, zitiert nach dem Katalog des o. g. Filmfestivals)

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Bin ich sexy? (Deutschland 2003) 
Regie: Katinka Feistl (Spielfilmregie-Debüt);
Darsteller: Marie-Luise Schramm (Mareike), Birge Schade (Mutter Jutta), Johanna Fritz (Franca), Ismail Streit (Tim), Dietz-Werner Steck (Stuttgarter "Tatort"-Folgen; Großvater), Ahmet Olgun (Samir), Andreas Schmidt ("Plus/minus Null"), Isabel Hindersin, Antje Hagen u.a.; Drehbuch: Sabina Brodersen; Produktion: Maran Film GmbH; Co-Produktion: ZDF - Das kleine Fernsehspiel; Kamera: Daniela Knapp; Musik: Eike Hosenfeld, Moritz Denis; Länge: 90 Minuten; FSK: ohne Altersbeschränkung; ein Film im Verleih von Arsenal Filmverleih; im Vertrieb der Central Film Vertriebs GmbH


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Robby Müller hat das Handwerk und die Kunst der Kameraführung und des Lichtsetzens erneuert und vorangetrieben. Er konnte wie kaum ein anderer in seinen Bildern Stimmungen erfassen und Zustände beschreiben, die mehr über Charaktere erzählten als Dialoge und dramaturgische Strukturen. Er wusste, wie man für eine Geschichte und einen Film ein ganz eigenes Klima erzeugt, in dem seine Figuren im wahrsten Sinne des Wortes 'gut aufgehoben' waren. Für eine Handvoll Filmemacher war er der wichtigste Wegbegleiter."

Regisseur Wim Wenders zum Tode des Kameramanns Robby Müller (04.04.1940 - 03.07.2018)

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