18. April 2002 
in Kürze: 

Bella Martha

"Da die Männer lieber mit ihr schlafen als mit ihr essen, und Martha lieber für sie kocht als mit ihnen ausgeht, hat sie schon lange mit keinem mehr ihr Glück versucht. Als Chefköchin arbeitet sie sechs Tage in der Woche am Herd des kleinen, aber feinen französischen Restaurants ‘Lido‘. Der Kochkunst gilt ihre ganze Leidenschaft; andere Dinge sind nicht vorgesehen. Selbst ihre Therapie, zu der die Restaurant-Besitzerin sie drängte, macht Martha zu einem Kochkurs. Martha hat nur eins im Sinn: Kochen!
Ihr Leben ändert sich von einem Tag auf den anderen, als Marthas Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommt. Zurück bleibt deren siebenjährige Tochter Lina, die nun niemanden mehr hat außer Martha. Lina isst vor Kummer nichts mehr und von ihrer Tante will sie auch nichts wissen. Eigentlich passt ein Kind auch so gar nicht in Marthas Leben. Aber um zu verhindern, dass ihre Nichte in ein Heim kommt, will Martha sie bei sich aufnehmen, bis sie deren Vater ausfindig gemacht hat.
Während Martha auf Nachricht von Linas Vater wartet – einem Italiener, der von der Existenz seiner Tochter vermutlich nichts ahnt –, gerät ihr zurückgezogenes Leben immer mehr aus den gewohnten Bahnen. Die Besitzerin des ‘Lido‘ stellt in Marthas Abwesenheit kurzerhand einen zweiten Chefkoch ein. Martha ist entrüstet, aber ihr Widerstand ist zwecklos, denn Mario, ein lebensfroher Italiener und begnadeter Koch, soll für frischen Wind im ‘Lido‘ sorgen. Martha wittert Konkurrenz und macht ihm das Leben schwer. Doch mit seinem Charme und seinen Kochkünsten begeistert er nicht nur die Belegschaft und die Gäste des ‘Lido‘; es gelingt ihm auch, mit seiner fröhlichen Art Linas verlorengegangenen Appetit wieder zu wecken.
Und Martha? Sie versteht weder etwas von italienischer Küche, noch von Kindern. Sie wollte weder Kind noch Mann, und beide erobern nach und nach ihr Herz. Aber dann steht plötzlich Linas Vater vor der Tür..." (Presse-Text)

 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Bella Martha Originaltitel: Bella Martha (Deutschland 2001) Alternativtitel: Mostly Martha (Arbeitstitel und Titel für den englischsprachigen Markt)
italienischer Titel: Ricette d'amore
Regie: Sandra Nettelbeck ("Unbeständig und kühl", "Mammamia"); Darsteller: Martina Gedeck (Martha), Sergio Castellitto (Mario), Maxime Foerste (Lina), Sibylle Canonica (Frida), Katja Studt (TV-Dreiteiler "Wilder Westen inklusive"; Lea), Idil Üner (Bernadette), Antonio Wannek (Carlos), Oliver Broumis (Jan), August Zirner (Therapeut), Ulrich Thomsen ("Dogma 1: Das Fest", "James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug"; Sam), Gerhard Garbers (Herr Steinberg), Angela Schmidt (Frau Steinberg), W.D. Sprenger (lärmender Gast), Victoria von Trautmannsdorf (Begleitung), Jêrome Ducournau (Jean), Dietrich Adam (Doktor in der Notaufnahme), Michael Wittenborn (Lehrer), Katrin Hansmeier (Babysitter), Gunnar Titzmann (Polizist), Jophi Ries (arroganter Gast), Diego Ribon (Giuseppe Lorenzo, Linas Vater); Drehbuch: Sandra Nettelbeck; Produzenten: Karl Baumgartner, Christoph Friedel; Koproduzenten: T & C Film, Marcel Hoehn, Prisma Film, Heinz Stussak, Palomar S.R.L., Carlo degli Esposti, Kinowelt Filmproduktion, Ulrich Limmer, Rainer Kölmel; Produktionsdesign: Thomas Freudenthal; Maske: Katharina Erfmann, Martine Felber-Cordey; Ton: Luc Yersin; Casting: Heta Mantscheff; Produktionsleitung: Dschingis Bowakow; Musikproduzent: Manfred Eicher; Musik: Keith Jarrett, Arvo Pärt, David Darling; Kamera: Michael Bertl; Schnitt: Mona Bräuer; Länge: 106 Minuten; FSK: ohne Altersbeschränkung; ein Film im Verleih von ottfilm


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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