16. Dezember 2004 
in Kürze: 

Aus der Tiefe des Raumes

"Hans Günter (Arndt Schwering-Sohnrey), ein schüchterner junger Mann Mitte 20, geht in der liebenswürdigen Miefigkeit einer rheinischen Kleinstadt in den 60er Jahren einem ungewöhnlichen Hobby nach: Er spielt Tipp-Kick, beherrscht das Tischfußballspiel mit den kleinen Metallmännchen auf höchstem Niveau.
Bei einem wichtigen Tipp-Kick-Turnier, bei dem er sich für die deutsche Meisterschaft qualifiziert, lernt Hans Günter die gleichaltrige Fotografin Marion (Mira Bartuschek) kennen.

Überraschend für beide endet die zarte Romanze gleich in der ersten Nacht in Marions Schlafzimmer. Und noch überraschender bleibt dieser Akt auf ungewöhnlichste Weise nicht folgenlos: Durch eine Verkettung von Zufällen landet zur gleichen Zeit Hans Günters Lieblings-Tipp-Kick-Männchen, die Nummer 10, in Marions Badewanne, in der sich verschiedene Fotochemikalien zu einer Art Ursuppe zusammengebraut haben.

Unerklärliche chemische Reaktionen erwecken in dieser Nacht 'Nummer 10' zu einem ausgewachsenen lebendigen Wesen, das nicht nur die kleine Welt seines Besitzers durcheinander bringt, sondern noch viel größere Weiten erobern wird. Zunehmend reift 'Nummer 10' zu einem stattlichen jungen Mann namens Günter (Eckhard Preuß) mit stets akkurat gescheiteltem Blondhaar und Schuhgröße 47, der den Standfußball wie kein anderer beherrscht. Einer der bekanntesten deutschen Fußballstars der 70er Jahre ist geboren..."
(Text: Timebandits Films)


 
Filmdaten 
 
Filmtitel: Aus der Tiefe des Raumes (Deutschland 2004) 
Regie: Gil Mehmert;
Darsteller: Arndt Schwering Sohnrey (Hans Günter), Eckhard Preuß (Günter), Mira Bartuschek (Marion), Sandra S. Leonhard (Hannelore), Karl Korte (Hans Günter alt), Meike Schlüter (Nachtschwester), Christoph Maria Herbst (Trainer) u.a.; Drehbuch: Gil Mehmert; Produktion: Philipp Budweg, Johannes Schmid; Koproduktion: Uli Aselmann, Robert Marciniak; Kamera: Bella Halben; Musik: Alex Haas; Länge: 88 Minuten; FSK: ohne Altersbeschränkung; gefördert mit den Mitteln von FilmFernsehFonds Bayern und Filmstiftung Nordrhein-Westfalen; ein Film im Verleih von Timebandits Films; Film-Homepage: http://www.ausdertiefedesraumes-derfilm.de


Archivierte Kurzinformation 


Zitat

"Er etablierte eine Form der Filmkritik, wie es sie vorher und nachher nicht mehr gab. Merker bestand darauf, bei der Auswahl der Filme und der Ausschnitte freie Hand zu haben - was heutzutage, im Zeitalter der immer gleichen Clips, undenkbar ist. Jahrelang gaben sogar die großen Verleihe nach, weshalb Hollywood bei ihm eine ebenso große Rolle spielte wie unabhängig gedrehte, schützenswerte Werke. Helmut Merker mochte nicht einzelne Filme, sondern er liebte das Kino."

Aus dem Nachruf von Milan Pavlovic in der Süddeutschen Zeitung zum Tode des früheren WDR-Filmredakteurs, Filmpublizisten und
-kritikers Helmut Merker (18.08.1942 - 03.09.2018)

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